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Neuer Rekord: Die Zahl der bestellenden Ärztinnen und Ärzte in der Impfkampagne ist bundesweit auf rund 111.000 gestiegen – das sind noch einmal knapp 11.000 Niedergelassene mehr als in der Woche zuvor. Ein großer Anteil von 6300 Vertragsärztinnen und -ärzten entfällt dabei allein auf Nordrhein. Doch erneut erhält das große Engagement der Praxen einen Dämpfer seitens der Politik. Laut KBV kann etwas mehr als die Hälfte der von Ärzten und Öffentlichem Gesundheitsdienst (ÖGD) bestellten 6,5 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs Comirnaty durch den Bund nicht bedient werden, sodass viele Praxen erneut von Kürzungen betroffen sein werden.

Auch nach der Ankündigung höherer Liefermengen durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bleibt zumindest das Vakzin Comirnaty auch für die nächste Bestellrunde knapp. Hinsichtlich des Impfstoffs von Moderna ist der Bund laut KBV zuversichtlich, dass die Bestellungen beliefert werden können.

Der Bund wird für die Woche vom 13. bis 19. Dezember rund fünf Millionen Dosen Comirnaty für Arztpraxen und ÖGD bereitstellen. Das ist mehr als in der kommenden Woche ausgeliefert wird. Aufgrund der steigenden Zahl von Booster- und mittlerweile auch wieder Erst- und Zweitimpfungen reicht die Menge voraussichtlich aber nicht aus, um die Nachfrage an Impfungen zu bedienen.

Hinweise zur Impfstoffbestellung bis kommenden Dienstag

Auch für die Woche vom 13. bis 19. Dezember (KW 50) können Arztpraxen nur eine begrenzte Menge Biontech/Pfizer-Impfstoffdosen anfordern. Die Höchstbestellmenge pro Arzt/Ärztin wurde auf 30 Dosen (fünf Vials) des Vakzins Comirnaty festgesetzt. Abhängig von der Zahl der bestellenden Ärztinnen und Ärzte müssen Praxen sich darauf einstellen, dass sie weniger als 30 Dosen erhalten (zwischen 18 und 24).

Das Vakzin Janssen von Johnson & Johnson kann weiterhin ohne Höchstbestellmenge geordert werden. Ebenfalls unbegrenzt bestellbar ist der Impfstoff von Moderna (Spikevax). Das BMG geht laut KBV davon aus, dass die Bestellungen beliefert werden können. Aufgrund aktueller Erfahrungen können jedoch einzelne regionale Kürzungen nicht ausgeschlossen werden.

Hinweis: Damit ausreichend Biontech/Pfizer-Vakzin (Comirnaty) für die Impfung von Unter-30-Jährigen und Schwangeren zur Verfügung steht – diese beiden Gruppen sollen nach STIKO-Empfehlung ausschließlich Comirnaty erhalten – empfehlen wir, für die anderen Altersgruppen bevorzugt Impfstoff von Moderna zu bestellen.

Außerdem kann bis 7. Dezember erstmals der Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren bestellt werden. Eine Höchstbestellmenge gibt es hier nicht. Für die Bestellung ist kein separates Rezept nötig.

Beachten Sie für Ihre Impfstoff-Order bitte die Bestellfrist bis kommenden Dienstag (7. Dezember), 12 Uhr. Danach können die Apotheken keine Bestellungen für den genannten Zeitraum mehr annehmen. Die Bestellung erfolgt wie üblich per Rezept und sollte ausschließlich in der Apotheke erfolgen, von der üblicherweise auch der Praxisbedarf bezogen wird. 

Praxen bestellen den Impfstoff für Erwachsene, Jugendliche und Kinder auf einem Rezept. Wichtig ist jedoch bei der Biontech-Bestellung der Zusatz „für Kinder (5-11 Jahre)“ bei der Order des Kinderimpfstoffs.

Beispiel: „30 Dosen Comirnaty plus Impfzubehör und 20 Dosen Comirnaty für Kinder (5-11 Jahre) plus Impfzubehör“.

KVNO Praxisinfo | Themen: Bestellkürzungen für Impfung, Comirnaty für Kinderimpfungen, Telefon-AU verlängert (PDF, 210 KB)