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Immer wieder hat es in der Vergangenheit Diskussionen über die Entnahme einer siebten Impfstoffdosis pro Vial beim Vakzin Comirnaty von Biontech/Pfizer gegeben. Laut europäischer Zulassung sind bei diesem Impfstoff nach dem Verdünnen sechs Impfstoffdosen pro Vial enthalten. Die technisch bedingte Überfüllung ermöglicht es jedoch in vielen Fällen eine weitere, siebte Dosis fachgerecht zu entnehmen und in der Arztpraxis zu verimpfen. Die Entnahme einer siebten Dosis pro Vial Comirnaty ist nach Zulassung auch nicht verboten. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte hierzu in einem Erlass vom 12. Januar 2021 mitgeteilt, dass keine Bedenken bestehen, eine weitere Person mit der siebten Dosis zu impfen.

Für Vaxzevria, den COVID-19-Impfstoff von Astrazeneca, wird ebenfalls von einzelnen Arztpraxen berichtet, dass eine zusätzliche elfte Dosis aus dem Vial entnommen werden kann. Auch hier gibt es keine Einschränkung in der Fachinformation, die die Entnahme einer elften Dosis verbietet.

Um eine siebte Dosis Comirnaty bzw. eine elfte Dosis Vaxzevria aus einem Vial zu entnehmen, wird Impfstoffzubehör mit wenig Totraumvolumen benötigt. Bei der Entnahme muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese zusätzliche Dosis vollständig ist, also 0,3 Milliliter des Vakzins Comirnaty bzw. 0,5 Milliliter des Impfstoffes Vaxzevria enthält, und nicht durch Partikel verunreinigt ist. Um eine vollständige Dosis zu erhalten, dürfen bei den Impfstoffen in keinem Fall Impflösungen aus unterschiedlichen Vials vermischt werden.

KVNO Praxisinfo | Themen: Terminvergabe, Corona-Impfstoffdosen, RKI-Testkriterien, Haftung bei Impftätigkeit, Johnsen & Johnson und Bürgerstests für Grenzpendler