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Die Mitte Juni gestartete Corona-Warn-App ist inzwischen auf 18 Millionen Smartphones installiert. Damit erreicht sie mehr Menschen als sich ursprünglich vorstellen konnten, sie zu nutzen. Dennoch glauben immer weniger Menschen daran, dass die App ein wirksames Instrument zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist. Mehr als jeder zweite Nutzer ist der Meinung, dass die App „nichts ändern wird“ – zehn Prozent mehr als noch im Juni. Das sind erste Ergebnisse einer Befragung im Auftrag von Initiative D21 und TU München, über die der Tagesspiegel Background Gesundheit & E-Health vorab berichtete. Nur 23 Prozent glauben demnach, dass durch die Corona-Warn-App Neuinfektionen reduziert werden können.

Nach dem holprigen Start der Anwendung mit technischen Schwierigkeiten scheinen noch nicht alle Kinderkrankheiten geheilt zu sein. Die App läuft immer noch nicht auf allen Geräten reibungslos; auch Probleme mit der Hintergrundaktualisierung bestehen offenbar fort. Die Entwickler arbeiten daran, die Fehler zu beheben. Auch die viele Nutzer irritierende Statusanzeige „Niedriges Risiko mit Risikobegegnung“ auf grünem Hintergrund soll verständlicher dargestellt werden. Als Erfolgsmeldung führt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) an, dass inzwischen zwei Drittel der Labore bundesweit an die Corona-Warn-App angebunden sind. Über 300.000 Laborergebnisse konnten dadurch bereits in der App bereitgestellt werden, wie das BMG mitteilte. Ziel der Anwendung ist es, die beschleunigte Nachverfolgung von Kontakten mit Corona-Infizierten zu ermöglichen, um Infektionsketten frühzeitig erkennen und unterbrechen zu können.    

KVNO Praxisinfo | Themen: Schutzmaterial, Grippe-Impfung, Gesundheitskongress des Westens und Corona-Warn-App (PDF, 950 KB)