Site Loader

Die seit Monaten angekündigte Corona-Warn-App soll ab heute Abend in den App-Stores von Google und Apple zum Download bereit stehen. Morgen soll sie offiziell vorgestellt werden. Das Bundesgesundheitsministerium erhofft sich, dass durch die App Infektionsketten früher erkannt und unterbrochen werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass möglichst viele Bürger die Anwendung auf ihrem Smartphone installieren. Die Nutzung ist freiwillig.

Die Warn-App informiert den Nutzer, wenn er sich in der Nähe infizierter Personen aufgehalten hat. Er kann sich dann testen lassen oder in Quarantäne begeben, um andere vor einer Ansteckung zu bewahren. Betroffene sollen durch die App auch schneller ihr Testergebnis erhalten.

Technisch funktioniert das Warnsystem über den Austausch von Identifikationsnummern (IDs). Das Smartphone des Nutzers sendet via Bluetooth alle zweieinhalb bis fünf Minuten eine Serie dieser IDs in die nähere Umgebung und ist auf Empfang für entsprechende Signale aus der Umgebung. Wenn sich zwei Nutzer begegnen, die beide die App aktiviert haben, tauschen ihre Smartphones die IDs aus.

Ist eine Person positiv auf COVID-19 getestet worden, kann sie dies nach offizieller Bestätigung des Testlabors selbst in die App eintragen. Die App wertet auch die Dauer des Kontakts aus und kann über die Stärke des Bluetooth-Signals feststellen, wie weit die Personen voneinander entfernt sind. Die IDs der Kontaktpersonen werden nicht zentral gespeichert, sondern dezentral auf den jeweiligen Smartphones. Nur die Liste der anonymisierten IDs der Infizierten wird auf einem zentralen Server vorgehalten. Der Abgleich findet aber ausschließlich auf den einzelnen Smartphones statt.

Praxisinfo: Corona-Tests, Warn-App, Schutzmaterial, KBV-VV, ASV (PDF, 210 KB)