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Gleich zwei gute Nachrichten für die Impfkampagne im Rheinland: Am heutigen Tag wurde die Eine-Million-Marke bei den Impfungen geknackt. Und: Die Impfungen mit dem Vakzin AstraZeneca in den nordrheinischen Impfzentren sind wieder angelaufen. Nachdem sowohl die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) als auch das Paul-Ehrlich-Institut sowie das Bundesgesundheitsministerium grünes Licht gegeben haben, kann die Impfkampagne wie geplant fortgesetzt werden.

„Ich begrüße das ausdrücklich. Alle Instanzen betonen, dass der Nutzen des AstraZeneca-Impfstoffs weiterhin das Risiko überwiegt. Gerade mit Blick auf das aktuell hohe Infektionsgeschehen und dem gleichzeitigen Wunsch, möglichst schnell wieder in eine gewisse Alltagsnormalität zurückkehren zu können, brauchen wir grundsätzlich jeden verfügbaren Impfstoff“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Dr. med. Frank Bergmann, die Entscheidung zu AstraZeneca. Bergmann weiter: „Wir können es uns gesellschaftlich nicht leisten, auf so einen entscheidenden Baustein bei der Immunisierung der Bevölkerung zu verzichten. Was wir dabei aber auch brauchen, ist eine klare Kommunikation der politischen Entscheidungsträger – gerade auch mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen, die bei jedem Impfstoff auftreten können.“

Nächster Meilenstein: Impfen in den Praxen

Die Ema begründete ihre Entscheidung vom späten Donnerstagnachmittag damit, dass sie keine erhöhten Gesundheitsgefahren bei der Verimpfung des britisch-schwedischen Vakzins erkennen könne und empfahl deshalb, die Impfungen fortzusetzen. Dennoch würden die Ereignisse, die zum vorsorglichen Impfstopp geführt hätten, in einer Ergänzung zum
Aufklärungsbogen in Form eines Warnhinweises berücksichtigt, teilte Bundesgesundheitsminister Spahn mit.

Heute tagt der Impfgipfel von Bund und Ländern. Dabei soll es auch darum gehen, wie das Impfen in den Praxen konkret umgesetzt werden soll. „Unsere niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen im Rheinland warten nun darauf, endlich selbst ins Impfgeschehen einsteigen zu dürfen. Sofern ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, könnten zukünftig in Nordrhein gut 500.000 Impfungen wöchentlich durchgeführt werden – dies würde die Immunisierung der hiesigen Bevölkerung immens nach vorne bringen. Dann könnten wir auch tatsächlich eine weitgehende Durchimpfung bis in den Sommer erreichen“, sagt KVNO-Chef Bergmann. Er erhoffe sich klare Ansagen, vor allem zum Startdatum der Praxis-Impfungen: „Wir sind bereit für diesen bedeutenden Schritt.“

Aktualisiertes Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung (PDF, 878 KB)

KVNO Praxisinfo | Themen: AstraZeneca, Bürgertests, Sonderregelungen (PDF, 650 KB)