Fragen und Antworten bei der KBV

Übersicht aller Sonderregelungen für die ambulante Versorgung

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 auf der Website des Robert Koch-Instituts 

Allgemeine Fragen

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien, verursacht durch das neuartige Coronavirus, erstellt. Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Prävention- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z. B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potenzial und Therapierbarkeit, berücksichtigt.

Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z. B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.

Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung des Patienten in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, ggf. Kohortenisolierung
  • Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung durch das Personal, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie ggf. einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasenschutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Sollte der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen können oder wollen, empfiehlt es sich bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt. Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien, verursacht durch das neuartige Coronavirus, erstellt. Aus der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geht hervor, dass eine Ausnahme von der Maskenpflicht besteht, wenn das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Da die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus einer Rechtsverordnung des Landes resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht aussprechen.

Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Maske im Sinne der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen unzumutbar ist. Ob für ein solches Attest eine Angabe der genauen Erkrankung notwendig ist, wurde bisher von der Landesregierung nicht konkretisiert. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn der Patient dies ausdrücklich verlangt. Dieser Wunsch des Patienten sollte zumindest dezidiert in die Dokumentation des Arztes einfließen.

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

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Wie verhält man sich unter Quarantäne?

Das RKI hat Kriterien zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Isolierung auf seiner Webseite veröffentlicht.

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Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen bei etwa 2 Prozent, es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen.

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette (husten und niesen in die Armbeuge), eine gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

BZgA: allgemeine Hygienetipps zum Schutz vor Infektionskrankheiten

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik.

Video: Durchführung des Nasopharynx- und Oropharynx-Abstrichs


Videosprechstunde

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Der Arzt oder Psychotherapeuten wählt einen zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf der Videosprechstunde sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Zertifizierte Videodienstanbieter (PDF, 90 KB)

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Alle Richtlinientherapien können über Videosprechstunde erfolgen. Um die psychotherapeutische Versorgung während der Coronavirus-Krise zu erleichtern, haben KBV und GKV-Spitzenverband zudem einige Sonderregelungen beschlossen. Sie gelten ab sofort und betreffen die Videosprechstunde sowie die Umwandlung von Gruppen- in Einzeltherapien. Die Durchführung von psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) werden bis zum 30. September 2020 auch im Rahmen der Videosprechstunde ermöglicht.

Dies erlaubt es, diagnostische Einschätzungen und eine Einleitung von Psychotherapie auch per Video vorzunehmen. Eine Psychotherapie kann somit in Einzelfällen auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Zudem müssen die Vorgaben der Ärztekammer zur Berufsordnung in Bezug auf die Gestaltung der Erstkontakte beachtet werden. Zur Umsetzung der Sonderregelungen wurde der EBM so angepasst, dass die entsprechenden Gebührenordnungspositionen bis zum 30. September 2020 auch abgerechnet werden dürfen, wenn die Leistungen per Videosprechstunde durchgeführt wurden.

Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. Auch diese Regelung gilt bis 30. September 2020. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden. Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden. Durch die Umwandlung von Gruppen- in Einzelsitzungen können im unmittelbaren persönlichen Kontakt Infektionsrisiken minimiert werden, wenn dies erforderlich ist. Weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden. Die Durchführung von Gruppentherapien ist weiterhin zulässig – ob sie zumutbar ist, müssen Therapeutinnen und Therapeuten im Rahmen ihrer eigenen Verantwortung abwägen.

Die KV Nordrhein setzt sich zusätzlich auch für die Möglichkeit einer telefonischen Leistungserbringung ein. Dazu gibt es auf Bundesebene jedoch noch keine konkrete Regelung.

Praxen während der Pandemie entlasten: Sonderregelungen erleichtern Arbeit

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Fragen und Antworten zu SARS-CoV-2-Tests und den neuen Formularen Muster 10C und Muster OEGD

Kinderärzte können Abstrichentnahmen bei symptomlosen Erwachsenen (Schul- und Kitapersonal, Reiserückkehrer und Testungen nach Beauftragung durch den ÖGD) durchführen. Testungen bei symptomatischen Erwachsenen dürfen sie jedoch nicht durchführen.

Anspruch auf eine vertragsärztliche Untersuchung und ggf. einen Abstrich zur Feststellung einer COVID-19-Infektion haben

  • Personen mit Symptomen, die auf eine mögliche COVID-19-Infektion hinweisen (kurativer Test gemäß RKI-Kriterien)
  • Personen mit einer der Benachrichtigung „erhöhtes Risiko“ durch die Corona-Warn-App.

Die Abrechnung für diese Fälle erfolgt nach EBM:

  • Kurative Tests: Versicherten-, Grund- bzw. Notfallpauschale; zusätzlich GOP 88240 extrabudgetär (jeweils am Behandlungstag); ggf. weitere GOP bei Hausbesuch; Kennziffer 32006 für Laborkosten; Veranlassung Labor mit Muster 10C (GOP 32816 – Auftrag zur diagnostischen Abklärung)
  • Test nach Benachrichtigung durch Corona-Warn-App: Versicherten-, Grund- bzw. Notfallpauschale; zusätzlich GOP 02402 extrabudgetär; Kennziffer 32006 für Laborkosten; Veranlassung Labor mit Muster 10C (GOP 32811 – Auftrag zur Testung nach Meldung „erhöhtes Risiko“ durch Corona-Warn-App)

Nein. Die Vergütung der ärztlichen Leistung für den Abstrich bei asymptomatischen Personen nach Auftrag durch den ÖGD erfolgt nicht über den EBM und kann daher nicht über die KVNO abgerechnet werden. Es laufen derzeit Verhandlungen auf Landesebene, wie diese Leistung künftig vergütet werden soll.

Eine EBM-Leistung ist die Abstrichentnahme nur beim Test symptomatischer Personen (kurativer Test gemäß RKI-Kriterien) und von Personen, die über die neue Corona-Warn-APP die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten haben.

Mit dem neuen Muster OEGD. Dieses ist nur über das Gesundheitsamt zu beziehen. Die neue Rechtsverordnung (RVO) des Bundesgesundheitsministeriums sieht vor, dass Personen ohne Symptome einer möglichen COVID-19-Infektion nur durch das Gesundheitsamt oder auf dessen Veranlassung oder durch von ihm beauftragte Dritte getestet werden dürfen. Die Vergütung der Laborleistung erfolgt über den ÖGD (50,50 Euro pro PCR-Test), die Abrechnung über die KVNO.

Nein, die Vergütung der ärztlichen Leistung für den Abstrich bei asymptomatischen Personen nach Auftrag durch den ÖGD erfolgt nicht über den EBM und kann daher nicht über die KVNO abgerechnet werden. Es laufen derzeit Verhandlungen auf Landesebene, wie diese Leistung künftig vergütet werden soll. Bis zum Abschluss einer Rahmenvereinbarung müssen Sie sich in dieser Frage direkt an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden.

Mit dem neuen Muster 10C, wenn der PCR-Test direkt durch eine Vertragsärztin oder einen Vertragsarzt veranlasst worden ist.

Mit dem neuen Muster OEGD, wenn der PCR-Test durch das Gesundheitsamt oder durch eine Vertragsärztin/einen Vertragsarzt im Auftrag des Gesundheitsamts bzw. durch den ÖGD beauftragte Dritte veranlasst worden ist. Bitte tragen Sie immer die Postleitzahl des beauftragenden Gesundheitsamts ein.

Nein, hier ist das neue Muster 10C zu verwenden, das Sie über die KVNO bestellen können. Für alle Tests, die über den EBM abgerechnet und vergütet werden (kurative Tests nach RKI-Kriterien; Tests nach Risikobenachrichtigung durch die Corona-Warn-App), verwenden Vertragsärztinnen und -ärzte künftig nur noch das Formular 10C.

Sie können das Muster OEGD über unseren Formularversand bestellen über die interne Vordruckbezeichnung Muster 110. Jedoch wird zur Zeit nur die max. Anzahl von 200 Exemplaren bereitgestellt.

Zum Formularversand der KVNO

Das Formular 10C erhalten Sie ab dieser Woche über den Formularversand der KVNO. Künftig wird es in der PVS hinterlegt sein und kann ausgedruckt werden.

Bis das neue Muster 10C zur Verfügung steht, verwenden Sie für die Veranlassung und Abrechnung von PCR-Tests (kurative Tests bei COVID-19-Symptomatik und Tests nach Risikobenachrichtigung durch die Corona-Warn-App) bitte das Formular „Muster 10“.

Nein, die Abstrichentnahme ist nur beim Test symptomatischer Personen (kurativer Test gemäß RKI-Kriterien) und von Personen, die über die neue Corona-Warn-App die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten haben, eine EBM-Leistung . Wünscht eine Person aus anderen Gründen einen PCR-Test – zum Beispiel vor Reisen –, dann muss sie den Test grundsätzlich privat bezahlen.

Nein, nur Personen, die über die neue Corona-Warn-App die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten haben, haben Anspruch auf einen PCR-Test auf Kosten der GKV durch eine Vertragsärztin/einen Vertragsarzt. Zur Veranlassung der Laborleistung nutzen Sie dafür bitte das neue Muster 10C. Das Testen einer Person mit „niedrigem Risiko“ wäre eine Selbstzahlerleistung gemäß GOÄ.

Ja, Personen, die über die neue Corona-Warn-App die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten haben, haben Anspruch auf einen PCR-Test auf Kosten der GKV durch eine Vertragsärztin/einen Vertragsarzt. Die Abrechnung erfolgt nach EBM (GOP 02402) extrabudgetär zusätzlich zur Versicherten-, Grund- bzw. Notfallpauschale.

Nein. Die Vergütung für den Abstrich bei asymptomatischen Personen, die nicht in der Rechtsverordnung genannt werden, wird nach GOÄ abgerechnet. Sind es Personenkreise die in der Rechtsverordnung genannt sind und auf Anforderung des ÖGD veranlasst werden, werden diese direkt mit dem ÖGD abgerechnet.


Abrechnung und Kodierung

Merkblatt: Coronavirus | Abrechnungsmöglichkeiten bei der Behandlung von Patienten (PDF, 160 KB)

PraxisInfo: Coronavirus – Empfehlungen zum Kodieren (Stand: 29.07.2020, PDF, 421 KB)

Übersichtsschema: So kodieren Sie SARS-CoV-2 (Stand: 23.07.2020, PDF, 838 KB)

Nein, dies ist nicht notwendig. Sobald die Symbolnummern auf einem Schein eingetragen sind, wird dieser von der KV umgewandelt. Sollten kurative Leistungen anfallen, können Sie diese zusätzlich auf dem Schein abrechnen.

Das Krankenhaus ist hier im Rahmen der vorstationären Behandlung zuständig.

Nein. Es muss ein ambulanter Schein angelegt werden, der wie bei einem GKV-Patienten über die Quartalsabrechnung an die KV übermittelt wird. Für die Person werden der jeweilige Kostenträger und auch die entsprechenden Symbolnummern manuell eingetragen. Es ist ausreichend den entsprechenden Kostenträger einmalig in der Kostenträgerstammdatei im PVS System anzulegen. Sollten Sie Probleme haben den Schein für privat versicherte Personen anzulegen, wenden Sie sich bitte an Ihr Softwarehaus.

Ohne eine Beauftragung durch den ÖGD entweder als individuelle Beauftragung (Einzel-oder Reihentestung) oder in Form einer Allgemeinverfügung können die Testungen nicht durchgeführt werden. Daher reicht es nicht aus, wenn ein ambulanter Pflegedienst um die Vornahme eines Abstriches bittet bzw. dies wünscht. Dies gilt unabhängig davon, ob eine Kommune dem Rahmenvertrag beigetreten ist.

Ist Ihre Kommune dem Rahmenvertrag beigetreten, sind die vom ÖGD veranlassten Leistungen über die KV Nordrhein nach dem Rahmenvertrag abzurechnen. Abzurechnen sind dann die im Rahmenvertrag vereinbarten Symbolnummern . Sollte Ihre Kommune nicht dem Rahmenvertrag beigetreten sein, können Sie nach Beauftragung durch das Gesundheitsamt die Kosten dem Gesundheitsamt nach GOÄ in Rechnung stellen, allerdings nur in Höhe des einfachen Satzes.

Wenn die Kommune eine Allgemeinverfügung erlassen hat, sind die Kosten ebenfalls dem Gesundheitsamt in Rechnung zu stellen. Entweder zu den in der Allgemeinverfügung genannten Bedingungen oder nach GOÄ in Höhe des einfachen fachen Satzes, wenn die Allgemeinverfügung hierzu keine Regelungen enthält. Ob Ihre Kommune am Rahmenvertrag teilnimmt und eine Allgemeinverfügung erlassen hat, sehen Sie unter coronavirus.nrw. Bei inhaltlichen Fragen zur Allgemeinverfügung wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt.

Corona-Tests in der Arztpraxis: Kurzversion Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Corona-Tests in der Arztpraxis: Langversion Vergütungsübersicht (PDF, 700 KB)

Übersicht der Kommunen mit Rahmenvertrag ÖGD (PDF, 126 KB)

Merkblatt: Rahmenvertrag ÖGD (PDF, 126 KB)

Merkblatt: Allgemeinverfügung zur Testung auf SARS-CoV-2 (PDF, 390 KB)

Merkblatt: Coronavirus | Abrechnungsmöglichkeiten bei der Behandlung von Patienten (PDF, 160 KB)

Alle aufgrund des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlichen ärztlichen Leistungen werden seit dem 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär honoriert. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKS-Spitzenverband geeinigt. Sie sind mit der EBM-Ziffer 88240 abzurechnen.

Der Bewertungsausschuss hat außerdem mit Wirkung zum 28. Februar 2020 die Untersuchungsindikation der Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 (labordiagnostische Untersuchung) aktualisiert. Demnach ist das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Corona-Infektion ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen. Die GOP 32816 ist einmal am Behandlungstag berechnungsfähig.

Bei durch SARS-CoV-2 ausgelösten Covid-19-Erkrankungen und dem Verdachtsfall besteht eine Meldepflicht. Daher ist die Kennnummer 32006 zu berücksichtigen, denn bei der Ermittlung des arztgruppenspezifischen Fallwertes bleiben alle in diesem Zusammenhang erbrachten Leistungen unberücksichtigt.

Die Untersuchungsindikation für eine Testung auf SARS-CoV-2 stellt die Ärztin/der Arzt nach eigenem Ermessen unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI).

Aufgrund der neuartigen Coronavirus-Krankheit hat sich die KBV dazu entschlossen, die ICD-10-Stammdatei rückwirkend zum 1. Januar 2020 anzupassen und auszuliefern. Die neue Schlüsselnummer lautet: U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019). Die aktualisierte deutsche Version der ICD-10, die Prüfmodule und den Prüfassistenten finden Sie unter den folgenden Links

Stammdatei

Prüfmodule

Prüfassistent

In den zuständigen Gremien wurde eine Belegung der Schlüsselnummer U07.1! COVID-19 in der WHO-Version der ICD-10 umgesetzt. Damit ist die vorübergehend verwendete Bezeichnung der WHO „2019-nCoV acute respiratory disease“ aufgehoben.

Für die deutsche Version der ICD-10 (ICD-10-GM) wurde der WHO-Kode als Sekundärschlüsselnummer (Ausrufezeichenschlüsselnummer) mit der Bezeichnung U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019) angelegt.

Hinweise und Beispiele zur Kodierung von COVID-19

Über eine eventuell notwendige Praxisschließung nach einem positiven Test auf das Coronavirus entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Darauf weist die KBV hin. Im Fall der angeordneten Schließung hat der Praxisinhaber einen Entschädigungsanspruch gegenüber dem Staat, der auch für die Lohnfortzahlung der Angestellten gilt. Wie dieser Anspruch geltend gemacht werden kann, regeln die zuständigen Behörden.


In Nordrhein ist das die:
LVR-Zentralverwaltung Köln-Deutz
Kennedy-Ufer 2 | 50679 Köln
Telefon: 0221 – 809-0
E-Mail: post@lvr.de

Praxisinformation zur Entschädigung der KBV

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde.

Die ärztlichen Leistungen werden seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde. Die ärztlichen Leistungen werden seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Die ICD-Verschlüsselung für die Coronavirus-Krankheit lautet: U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019). Wichtig bei der Angabe des Schlüssels ist die differenzierte Verwendung des Zusatzkennzeichens für die Diagnosesicherheit.

Den Labortest dürfen nur Fachärzte für Laboratoriumsmedizin oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie durchführen. Für die Abrechnung wurde die GOP 32816 in den EBM aufgenommen. 

Die ICD-Verschlüsselung für die Coronavirus-Krankheit lautet: U07.1! und U07.2! . Wichtig bei der Angabe des Schlüssels ist die differenzierte Verwendung des Zusatzkennzeichens für die Diagnosesicherheit.

Der Diagnoseschlüssel U07.2 ! ist neu und gilt ab dem zweiten Quartal. Änderungen oder ein „Umkodieren“ in der Abrechnung für das erste Quartal 2020 sind nicht erforderlich.

PraxisInfo: Coronavirus – Empfehlungen zum Kodieren (PDF, 372 KB)


Schutzausrüstung

Handlungsempfehlung für Hausarztpraxen

Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege

Hinweise des RKI zur Verwendung von Masken

Hinweise des RKI zum An- und Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung

Ihren Bedarf an Schutzmaterial können Sie jetzt über das KVNO Portal online anmelden. Dort befindet sich unter „Services“ die Rubrik „Corona-Schutzmaterial“ und ein Bestellformular. Sobald für Ihre Region ein Termin für die Ausgabe festgelegt ist, können Sie die Bestellung dort durchführen. Eine ausführliche Beschreibung dazu finden Sie in der nächsten Frage.

Die KVNO wird die Praxen weiterhin unterstützen und mit Schutzmaterialien versorgen. Um die Verteilung bedarfsgerechter zu organisieren, haben wir das Ausgabeverfahren allerdings verändert. Im KVNO-Portal können Ärzte und Psychotherapeuten ihren Bedarf
nun zunächst online anmelden.

So gehen Sie vor: Nach dem regulären Log-in geht es über den Bereich „Services“ in die Rubrik „Corona-Schutzmaterial“ und von dort zum Bestellformular. Im Bestellformular muss zunächst der Leistungsort angegeben werden. Danach richtet sich, an welchem der vier Ausgabestationen das Material abgeholt werden kann. Anschließend ist im KVNO-Portal anzugeben, an welchem Tag und in welchem Zeitfenster die Bestellung abgeholt wird. Dies ist möglich, sobald ein Ausgabedatum für eine Ausgabestation festgelegt ist. Beachten Sie bitte die Anmeldefristen.

KVNO-Portal

Nach der Coronaschutzverordnung-CoronaSchVO (Fassung vom 30. Mai 2020) § 2 Absatz 3 Nr. 8 besteht grundsätzlich eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Hiervon ausgenommen werden können Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, zudem kann die Verpflichtung  durch andere wirksame Schutzmaßnahmen (z.B. Abtrennung des Arbeitsplatzes durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden. Hier können individuelle Lösungen unter Berücksichtigung der Abstandsregelung und der Hygienemaßnahmen in der Verantwortung des Psychotherapeuten/der Psychotherapeutin gefunden werden.

Generell sollen die Praxen das Verbrauchsmaterial sowie das Schutzmaterial wieder über die gewohnten Vertriebskanäle beziehen.

Sollte Ihr Vertriebspartner noch nicht in der Lage sein, Ihnen das notwendige Schutzmaterial liefern zu können, haben Sie die Möglichkeit Ihren Bedarf bei der KV Nordrhein zu melden.

Die KV Nordrhein wird Ausgabetage organisieren, an denen Sie das Schutzmaterial in Form von fertig zusammengestellten Paketen abholen können.

Zur Bedarfsanmeldung des Schutzmaterials melden Sie sich bitte im KVNO-Portal mit Ihren bekannten Log-In Daten unter dem Link www.kvnoportal.de an. Unter der Rubrik „Services“ finden Sie die Kachel „Corona-Schutzmaterial“. Diese wählen Sie aus und gelangen dann zum gewünschten Bestellformular.

Die Ausgabe erfolgt über regionale Ausgabestationen. Die genaue Zuteilung Ihres Leistungsortes auf die jeweiligen Ausgabestationen wird auf Gemeindeebene festgelegt. Dies ermöglicht eine möglichst gleiche Verteilung.

•      Alsdorf

Aachen Kreis, Aachen Stadt, Düren, Heinsberg (nur: Geilenkirchen, Linnich, Übach-Palenberg)

•      Bonn

Rhein-Erft-Kreis, Euskirchen, Bonn, Rhein-Sieg-Kreis (nur: Bad Honnef, Königswinter, Hennef (Sieg), Sankt Augustin, Bornheim, Alfter, Rheinbach, Meckenheim, Wachtberg, Swisttal)

•      Köln Süd/Ost

Köln, Leverkusen, Oberbergischer Kreis, Rhein.-Berg.-Kreis sowie Teile von Rhein-Sieg-Kreis

•      Neuss

Solingen, Wuppertal, Remscheid, Düsseldorf, Mönchengladbach sowie Teile von Mettmann, Heinsberg und Rhein-Kreis Neuss

•      Duisburg

Oberhausen, Essen, Mülheim, Duisburg, Wesel, Viersen, Krefeld, Kleve sowie Teile von Mettmann und Rhein-Kreis Neuss

Die exakte Zuteilung erfolgt im Bestellprozess und wird Ihnen automatisch angezeigt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Ausnahmen machen können, auch wenn Sie zu einer anderen Ausgabestation einen kürzeren Anfahrtsweg hätten.

  1. Zunächst wählen Sie Ihren Leistungsort aus. Dieser legt fest, zu welcher Ausgabestation Sie gehören.
  2. Danach wählen Sie, wenn möglich, einen Termin aus.
    1. Sollte Ihnen keine Terminauswahl angeboten werden, ist leider noch kein Ausgabedatum für diese Ausgabestation festgelegt. In dem Fall bitten wir Sie um etwas Geduld. An dieser Stelle wird der Bestellvorgang abgebrochen. Schauen Sie regelmäßig im KVNO-Portal nach, ob für Ihren Leistungsort ein Termin festgelegt wurde.
  3. Nachdem Sie den Ausgabetag ausgewählt haben, geben Sie Ihr präferiertes Zeitfenster für die Abholung an. Es kann vorkommen, dass einzelne Zeitfenster vorübergehend nicht gebucht werden können. Dies hängt mit einer erhöhten Nachfrage dieser Zeitfenster zusammen. Wählen Sie bitte ein verfügbares Zeitfenster aus.
  4. Danach geben Sie an, wie viele Pakete Sie benötigen. Alle zugelassenen oder angestellten Ärzte/innen und Psychotherapeuten/innen des ausgewählten Leistungsortes sind berechtigt, ein Paket zu erhalten. Sie können für sich alleine oder auch für einzelne Kollegen mitbestellen. Geben Sie bitte eine Zahl an.
  5. Klicken Sie auf „Schutzmaterial bestellen“. Überprüfen und bestätigen Sie Ihre Bestellung noch einmal und drücken Sie zum Abschluss auf den Button „Bestellen und Abholschein herunterladen“.
  6. Es wird ein Abholschein erstellt und im KVNO-Portal in der Bestellübersicht abgespeichert. Diesen Abholschein können Sie bis zum Ausgabetag immer wieder ausdrucken oder ansehen. Die für Sie wichtigsten Informationen sind darauf übersichtlich zusammengefasst.
  7. In der Bestellübersicht, können Sie alle getätigten Bestellungen – auch die Ihrer Kollegen – für Ihre Leistungsorte ansehen.
  8. Sie können Bestellungen auch stornieren, hierzu finden Sie weitere Informationen unter Punkt 8.

Jeder Praxisteilnehmer eines Leistungsortes kann sich im KVNO-Portal anmelden und dort eine Bestellung aufgeben. Grundsätzlich können so viele Pakete bestellt werden, wie empfangsberechtigte Leistungsortteilnehmer vorhanden sind. Bitte geben Sie die Anzahl in dem entsprechenden Feld ein.

Wenn Sie nicht für alle Teilnehmer Pakete bestellen, können die übrigen Pakete von einem beliebigen berechtigten Leistungsortteilnehmer zu einem späteren Zeitpunkt bestellt werden.

Jede Bestellung generiert einen Abholschein, der die Informationen der jeweiligen Bestellung enthält. Sollten Sie eine Bestellung für weniger als die maximale Teilnehmerzahl ausgelöst haben, erhalten Sie mit dem entsprechenden Abholschein auch nur die geringere Anzahl an Paketen.

In der Bestellübersicht, werden für alle Leistungsorte, an denen Sie tätig sind, die Bestellungen nach dem Abholdatum aufsteigend sortiert. Für einen Leistungsort sind alle Abholscheine einsehbar, unabhängig vom Besteller. Noch offene Pakete können bis zur jeweiligen Anmeldefrist über das Bestellformular nachträglich bestellt werden.

Kommen Sie am Ausgabetag nach Möglichkeit innerhalb Ihres gewählten Zeitfensters mit Ihrem Abholschein zu der Adresse der Ausgabestation, die auf dem Abholschein angegeben ist.

An der Ausgabestation erfolgt zuerst eine Überprüfung Ihrer Bestellung anhand des QR-Codes auf dem Abholschein. Ist diese erfolgt, fahren Sie weiter zu der Paketausgabe. Hier werden Ihnen die Helferinnen und Helfer das Paket/ die Pakete direkt in Ihr Fahrzeug laden.

Der Abholschein enthält einen QR-Code, der zur Legitimation vor Ort dient. Wenn Sie das Paket/ die Pakete nicht persönlich abholen können, haben Sie die Möglichkeit einer Person Ihrer Wahl den Abholschein auszuhändigen. Diese Person kann Ihre Bestellung unter Vorlage des Abholscheins abholen.

Sollte der QR-Code verloren gegangen sein, rufen Sie den Abholschein in der Bestellübersicht des KVNO Portals auf Ihrem Smartphone auf bzw. drucken sie diesen erneut aus. Ist beides nicht möglich, können Sie als Besteller des Pakets/ der Pakete am Ausgabetag unter Vorlage Ihres Arztausweises oder Personalausweises das Paket/ die Pakete entweder persönlich abholen oder mit einer Vollmacht an einen Dritten weitergeben.

Es ist leider nicht möglich, Pakete per Post zu versenden oder an anderer Stelle außerhalb der Ausgabezeiten abzuholen. Bitte haben Sie Verständnis dafür.

Die Pakete werden pro Ausgabetag einheitlich gepackt. Der Inhalt richtet sich jeweils nach dem Bestand des Lagers. Mit Sicherheit werden immer FFP 2-Masken/ KN95-Masken sowie Mund-Nasen-Schutz Masken enthalten sein.

Die Paketgröße ist ein Standardmaß und misst ca. 44 x 40 x 29 cm (HxBxT).

Bitte berücksichtigen Sie die Größe der Pakete, bei der Wahl Ihres Fahrzeugs bzw. bei der Bestellaufgabe.

Ein „Umpacken“ an der Ausgabestation ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und des mangelnden Platzes nicht möglich.

Grundsätzlich wurden alle durch uns ausgegebenen Materialien des BMG vorab stichprobenartig durch den TÜV geprüft. Wenn Sie bezüglich der Qualität dennoch Bedenken haben, empfehlen wir, sich über den nachfolgenden Link zu informieren:

https://www.produktwarnung.eu/2020/04/23/rapex-meldungen-achtung-behoerde-warnt-vor-unsicheren-atemschutzmasken/19060

Über aktuelle Rückrufinformationen werden Sie zudem gesondert durch die KV Nordrhein informiert.

Bestellungen können über den Button „Bestellung stornieren“ rückgängig gemacht werden. Diesen finden Sie in Ihrer Bestellübersicht. Eine Stornierung kann nur für Bestellungen erfolgen, die Sie selbst aufgegeben haben. Wenn ein Kollege ebenfalls für den Ausgabetag Pakete bestellt hat, bleibt diese Bestellung erhalten.


Verordnung

Überblick: In diesen Fällen entfällt das Einlesen der eGK

Bei medizinischer Notwendigkeit können im Rahmen eines anderen Arzt-Patienten-Kontaktes Folge-Arzneimittelverordnungen (Wiederholungsrezepte), Überweisungsscheine und/oder anderen ärztlichen Verordnungen ausgestellt und diese per Post an den Versicherten versendet und abgerechnet werden.

Konkret umfasst dies folgende Vordrucke:

  • Folge-Arzneimittelverordnungen (auch BtM-Rezepte)
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) und
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18)

Für den Versand kann in diesen Fällen die Gebührenordnungsposition 40122 angesetzt werden.

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht derzeit keine Hinweise auf kurzfristige Lieferengpässe aufgrund des Coronavirus. Arzneimittel sollten daher nicht auf Vorrat verordnet werden, sondern die Verordnungen sollten weiterhin dem Quartalsbedarf angepasst werden. Das BfArM steht hinsichtlich der Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus in einem kontinuierlichen Austausch mit Ministerien, dem Robert Koch- und Paul-Ehrlich-Institut, den Gesundheitsbehörden der Bundesländer, der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und pharmazeutischen Unternehmen.

Laut Beschluss der Landesregierung vom 22. März 2020 bleiben therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten gestattet, sofern die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ein ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Weitergehende Infos auf recht.nrw

Praxisinfo: Rezepte ohne Einlesen der eGK (PDF, 170 KB)

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich. Der Fall wird in der Abrechnung erfasst und zählt auch in der Prüfung nach Durchschnittswerten.

Dies gilt für folgende Verordnungen:
  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte)
  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10)
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12)
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie).
Hinweise zur Verordnung von Arzneimitteln

Ärzte sollten im Hinblick auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bei der Verordnung von Arzneimitteln folgende Punkte besonders berücksichtigen:

  • Keine Mehrfachverordnungen: Insbesondere bei chronisch kranken Patienten wie im bisher gewohnten Umfang verordnen (z.B. mit einer N3-Packung).
  • Keine zusätzlichen Privatrezepte: Soweit aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich, sollte hierauf verzichtet werden. Die Arzneimittel stehen dann den Patienten zur Verfügung, die diese dringend benötigen.
  • Aut-idem ermöglichen: Stellen Sie wenn möglich eine Wirkstoffverordnung aus und wenden Sie das Austauschverbot (Aut-idem-Kreuz) nur in medizinisch begründeten Einzelfällen an.

Ziel ist es, Versorgungsengpässen bei Arzneimitteln vorzubeugen und im Fall von temporären Engpässen die Verfügbarkeit von davon betroffenen Arzneimitteln zu verlängern.

Ja, wir empfehlen, sich hierzu mit Ihrer Apotheke vor Ort abzusprechen.

Die WHO hat beispielsweise eine Rezeptur mit viruzider Wirkung veröffentlicht, die in der Apotheke hergestellt werden kann.

Isopropyl alcohol 99.8%: 751 ml

Wasserstoffperoxid 3%: 42 ml

Glycerol 98%: 14,5 ml

Aqua dest ad 1 Liter


Labor

Die Abstrich-Untersuchungen erfolgen mit dem etablierten PCR-Verfahren (engl. Polymerase chain reaction).  Die in Deutschland entwickelte Methode zum Virusnachweis gilt als der Goldstandard und ist weithin auch international etabliert. Der Test wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. 

Der Test ist in diesem Fall keine Kassenleistung, er muss privat bezahlt werden. Denn es liegt kein Erkrankungsverdacht vor, sondern die Person möchte lediglich eine Reise antreten, für die sie den Nachweis benötigt, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. 


AU-Bescheinigung

Nein. Ab 1. Juni müssen Patienten für eine Krankschreibung wieder in die Praxis kommen und sich ärztlich untersuchen lassen.

Ab 1. Juni keine AU-Bescheinigung per Telefon mehr möglich

Nur wenn der Patient krankheitsbedingt arbeitsunfähig ist. Erwerbstätige, die wegen einer angeordneten Quarantäne einen Verdienstausfall erleiden, haben in der Regel einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Das zuständige Gesundheitsamt informiert die Betroffenen über die bestehenden Möglichkeiten.

Nein, denn der Versicherte muss bei seinem Arbeitgeber den Papierausdruck einreichen. 

Nein, ein Patient, der mittelbaren Kontakt – also Kontakt über eine weitere Person – zu einem Verdachtsfall hatte und selbst keine Symptome aufweist, erfüllt die Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit nicht. Wenn der Arbeitgeber in diesen Fällen kein Homeoffice ermöglicht, den Patienten aber dennoch nach Hause schickt, befindet sich der Arbeitgeber im sogenannten Annahmeverzug und muss weiterhin das Gehalt zahlen. 

Dies gilt im Übrigen auch für Patienten, die unmittelbaren Kontakt zu einem Verdachtsfall hatten und selbst keine Krankheitssymptome aufweisen.