Fragen und Antworten bei der KBV

Übersicht aller Sonderregelungen für die ambulante Versorgung

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 auf der Website des Robert Koch-Instituts 

Hinweise für Praxen, Pflegeeinrichtungen und andere medizinische Einrichtungen zum Antigen-Schnelltest

Schaubild: Corona-Schutzimpfung: Wer & Wann? – Informationen für die Praxis (PDF, 60 KB)

Corona-Schutzimpfung: Wer & Wann? – Informationen für die Praxis (PDF, 545 KB)

Die wichtigsten Informationen zum digitalen Impfpass (PDF, 397 KB)


Corona-Impfung in Praxen

Aktuell plant das Bundesministerium für Gesundheit eine Anpassung der Corona-Impfverordnung hinsichtlich der medizinisch notwendigen Auffrischungsimpfungen.

Auch die Abrechnungsmodalitäten werden dann geregelt sein.

Nach derzeitigem Stand soll es ein Angebot zur Auffrischungsimpfung ab September zunächst für bestimmte Personengruppen geben, sofern die erste Impfserie seit mindestens 6 Monaten abgeschlossen ist. Dies sind zum Beispiel besonders vulnerable Personengruppen sowie Personen, die eine vollständige Impfserie mit einem Vektor-Impfstoff erhalten haben. Genauere Informationen dazu finden Sie unter

https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/landesregierung-treibt-coronaschutzimpfungen-nordrhein-westfalen-weiter-voran

https://coronavirus.nrw/covid-auffrischungsimpfung-ab-september-was-bisher-bekannt-ist/

Die Auffrischungsimpfungen werden nur mit Impfstoffen des Typs mRNA (BioNTech und Moderna) erfolgen. Die Durchführung der Impfungen wird hauptsächlich durch die niedergelassene Ärzteschaft übernommen werden, die Impfzentren werden daran nicht beteiligt sein. Eine Terminvergabe für die Auffrischungsimpfung über die KV Nordrhein wird daher nicht angeboten.

Die von der STIKO empfohlenen zeitlichen Abstände zwischen Erst- und Zweitimp-fung erlauben eine flexible Terminplanung: BionTech/Pfizer 3-6 Wochen, Moderna 4-6 Wochen, AstraZeneca (homolog) 9-12 Wochen, AstraZeneca & mRNA-Impfstoff (heterolog) ab 4 Wochen. Sollte der empfohlene maximale Abstand zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis dennoch überschritten worden sein, kann die Impfserie fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden.

In diesem Fall ist der Impfzyklus mit der einmaligen Impfung abgeschlossen. Sie rechnen diese mit der jeweiligen Symbolnummer für die Abschlussimpfung (Zweitimpfung) ab.

Aus Haftungsgründen empfehlen wir, sämtliche Impfdokumente aufzubewahren. Nach unserer Rechtsauf­fassung gelten bei den Impfungen gegen Covid-19 die gleichen Anforderungen hinsichtlich der Dokumen­tation wie bei allen anderen Impfungen auch. Das bedeutet, die Dokumente nach § 630f Abs. 2 BGB sind in die Patientenakte aufzunehmen. Für die Aufbewahrung gilt die Frist des § 630f Abs. 3 BGB (10 Jahre).

Die Aufbewahrung muss unter Wahrung des Datenschutzes erfolgen. Es muss sichergestellt sein, dass Unbefugte keinen Zugriff auf die Dokumente und Daten der Geimpften haben. Wenn dies bei dem Pro­zess des Einscannens und der elektronischen Ablage gewährleistet ist, ist auch eine digitale Archivie­rung zulässig

Ja, alle Vertragsärzte dürfen in ihren Praxen Corona-Schutzimpfungen durchführen. Abgerechnet wird wie gewohnt über die Quartalsabrechnung. Das gilt sowohl für gesetzlich als auch für privat Versicherte.

Nein, es gibt keinen Anspruch auf einen Wunsch-Impfstoff. Die Ausnahme bilden Erstgeimpfte mit Astrazeneca. Mehr Infos dazu hier: https://www.kvno.de/aktuelles/aktuelles-detail/nachricht/pm-zweitimpfungen-mit-astrazeneca

Nein, das ist seit dem Wegfall der Priorisierung am 7. Juni 2021 möglich.

Sie können sich hier registrieren: https://eveeno.com/impfregisterkvnordrhein

Praxen die Corona-Impfungen durchführen, verpflichten sich zu den nachfolgenden Tätigkeiten:

  • Aufbewahrung des Impfstoffes sowie rechtzeitige Verimpfung gemäß Fachinformation
  • Leistung: Aufklärung, Impfung, Dokumentation
  • Abrechnung über neue GOPen
  • Erfüllung der Dokumentationspflicht: Ausfüllen Anamnese / Einwilligung / Eintragung in den Impfpass bzw. Impfbescheinigung;
  • Tägliche Kurzmeldung der durchgeführten Impfungen über das Mitgliederportal www.kvnoportal.de für Meldungen an das RKI

Die Praxen verpflichten sich zu folgenden Dokumentationsaufgaben:

  • Kopien der Anamnese-/Einwilligungsbögen und Aufklärungsbogen werden zur Patientenakte genommen.
  • Ausfüllen des Impfpasses oder der Ersatzbescheinigung.
  • Kurzmeldung am Ende des Impftages im Mitgliederportal. Sollten Sie bisher über keinen Portalzugang verfügen, bitten wir Sie, dies rechtzeitig  vor Durchführung der ersten Corona-Impfungen in Ihrer Praxis unter www.kvnoportal.de nachzuholen.
  • Wichtig: Die GOP für die Abrechnung enthält alle weiteren Informationen für das RKI-Impfmonitoring!

Die Impfverordnung sieht für Praxen die Meldung eines eingeschränkten Datensatzes zu den durchgeführten Impfungen vor. Täglich sind nur die Daten zu übermitteln, die das Robert Koch-Institut für die laufende Beobachtung des Impfgeschehens benötigt.

Diese Angaben sind täglich zu erfassen:

  • die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der unter 18- und über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen

Die Eingabe erfolgt über das Onlineformular im Mitgliederportal www.kvnoportal.de. Eine andere Art der Erfassung – etwa über das KBV-Portal – ist nicht möglich. Eine Abrechnung der Impfziffern kann nur erfolgen, wenn auch die tagesaktuelle Meldung vorgenommen wird.

Angaben zur Impfindikation sowie die Chargennummer werden später mit der Quartalsabrechnung erfasst und durch die KV an das RKI übermittelt. Es gibt keine weiteren Dokumentationsvorgaben. Ärztinnen und Ärzte dokumentieren die Impfungen wie gewohnt in der Patientenakte.

Der Impfstoff ist nach dem ersten Öffnen der Durchstechflasche sofort zu verimpfen. In der Fachinformation ist klar geregelt, dass der Impfstoff aus mikrobiologischer Sicht nach dem ersten Öffnen umgehend verwendet werden sollte. Nach dem Anstechen ist der Anwender für Lagerungszeiten und -bedingungen verantwortlich. Zu den Lagerungsbedingungen wird auf die geltende Produktinformation verwiesen.

Alle Vertragsärztinnen und Vertragsärzte

Die vorgesehene Nachbeobachtungszeit (mind. 15-30 Minuten) mit Anwesenheit einer Ärztin / eines Arztes (in Beobachtungs- und Rufweite) muss sowohl bei Impfungen in der Praxis als auch im Rahmen von Hausbesuchen eingehalten werden.

Die tägliche Kurzmeldung über die durchgeführten Impfungen erfolgt über eine Anwendung, die auf dem KVNO-Mitgliederportal für Sie zur Verfügung steht. Die RKI-Kurzmeldung muss am selben Tag wie die Impfung erfolgen. Eine Anleitung zur Benutzung des Meldesystems liegt dem digitalen Infopaket bei. Ein Zugang zum Mitgliederportal der KV Nordrhein ist für die Meldung zwingend erforderlich. Sollten Sie bisher keinen Portalzugang (http://www.kvnoportal.de) besitzen, müssen sie dies bis zur Durchführung der ersten Corona-Impfung nachholen.

Art und Häufigkeit von Nebenwirkungen werden in der Produktinformation des jeweiligen Impfstoffes beschrieben. Darüber sind die Impflinge vorab aufzuklären. Die Verträglichkeit der Impfstoffe wird nach der Zulassung weiter überprüft. Dafür setzt das Paul Ehrlich-Institut (PEI) auf Meldungen von Herstellern, Ärzten und Patienten. Das PEI berichtet über weitere Beobachtungen von Nebenwirkungen und gibt Sicherheitsinformationen heraus: 

https://www.pei.de/DE/newsroom/veroffentlichungen-arzneimittel/sicherheitsinformationen-human/sicherheitsinformationen-human-node.html;jsessionid=751E049D62A442FD9C5CBEAD397CE7CB.intranet212

Bitte beachten Sie den Rote-Hand-Brief zur COVID-19 Vaccine AstraZeneca: Risiko von Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen.

Aktuelle Informationen zu den COVID-19-Impfstoffen finden Sie hier:

https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/covid-19/covid-19-node.html;jsessionid=A461C7920A0BE39A17DEAD1145BCBEAD.intranet221

Der Impfstoff ist nach Anbruch des Mehrdosenbehältnisses unverzüglich zu verimpfen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte der Impfstoff nach dem ersten Öffnen umgehend verwendet werden. Wenn der Impfstoff nicht umgehend verwendet wird, ist der Anwender für die Lagerungszeiten und -bedingungen während des Gebrauchs verantwortlich.

Die Beratung ist je Anspruchsberechtigten einmalig abrechnungsfähig.

Die Impfberatung ist im Krankheitsfall nicht neben der Impfung abrechnungsfähig.

Eine Impfberatung kann nicht im Zusammenhang mit der Impfung stehen. Wenn die Impfung in der Praxis stattfindet, ist eine Beratung Inhalt der Impfleistung und somit nicht abrechnungsfähig.

Bei Impfungen in den eigenen Praxen gelten im Gegensatz zur Impftätigkeit des Arztes im Impfzentrum und/oder in den mobilen Einheiten die gängigen Haftungsregelungen. Die Durchführung der Corona-Schutzimpfung stellt eine Heilbehandlung dar, auf die der Patient einen Anspruch hat und durch die ein Behandlungsvertrag zwischen Arzt und Patient zustande kommt. Die Heilbehandlung muss nach den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden, allgemein anerkannten fachlichen Standards erfolgen. Im Fall eines Schadens, der durch Fahrlässigkeit des Arztes verursacht wird, muss deshalb die eigene Berufshaftpflichtversicherung des impfenden Arztes in Anspruch genommen werden.

Bei Impfschäden gilt jedoch eine abweichende Haftungsregelung: Der Impfschaden muss in diesen Fällen durch den Patienten gegenüber dem Land geltend gemacht werden. Sollte sich also herausstellen, dass einer oder mehrere der empfohlenen Impfstoffe unerwünschte Langzeitfolgen haben, muss der impfende Arzt diesbezüglich keine haftungsrechtlichen Konsequenzen fürchten.

Weitere Informationen zu den Haftungsgrundlagen im Zusammenhang mit Corona-Schutzimpfungen können Sie dem Merkblatt Haftung bei Impftätigkeit entnehmen.

Hierzu gibt es ein eLearning-Programm zur Unterstützung der Praxen beim Impfstoff- und Impfkühlschrankmanagement. Es heißt „KeepCoool“ und wird vom Institut für Hausarztmedizin der Universität Bonn veröffentlicht.Der Zugang zum Programm erfolgt unter: www.keepcoool.de

SARS-CoV-2-Tests nach der aktuellen Testverordnung des Bundes

Flussschema des RKI: Verdachtsabklärung und Maßnahmen

Ja, der PCR-Test kann einmalig nach der Aufnahme wiederholt werden (§ 5 der Testverordnung).

Ja. Die Wiederaufnahme nach einer Krankenhausbehandlung ist ein Fall der Aufnahme nach der Testverordnung. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Informationen des RKI finden Sie hier.

Es reicht, wenn die betroffene Person dem Arzt gegenüber schlüssig erklären kann, dass diese eine Kontaktperson ist. Stellt ein Arzt eine Infektion fest, kann er auch Kontaktpersonen wie Familienmitglieder direkt testen – ohne vorherige Absprache mit dem ÖGD. Generell sollte die Testnotwendigkeit in der Arztpraxis dokumentiert werden, damit auch künftig ein Nachweis darüber möglich ist.

Hinweis: Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist Aufgabe des ÖGD – nicht der Arztpraxis.

Nein, nicht zwingend. Wenn eine Schule/Kita ein Ausbruchsgeschehen formal festgestellt hat, kann durch den Vertragsarzt getestet werden. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Sofern beim Hausbesuch nur die Abstrichentnahme durchgeführt wird, ist keine Abrechnung des Besuches möglich. Anders ist es, wenn hierbei auch kurative Leistungen erbracht werden.

Es handelt sich um eine asymptomatische Testung nach Testverordnung, die mittels PCR-Test über die SNR 88310 abgerechnet wird. Weitere Informationen finden Sie hier.


Antigen-Schnelltests (PoC-Tests)

Hinweise für Praxen, Pflegeeinrichtungen und andere medizinische Einrichtungen zum Antigen-Schnelltest

Jeder Leistungserbringer, der die Teilnahme an der Bürgertestung beim Kreis/der kreisfreien Stadt anmeldet, bekommt eine Teststellennummer zugeteilt – egal ob Arzt oder andere beauftragte Leis­tungserbringer wie Apotheken. Die Teststellennummer wird benötigt, um die täglichen Testzahlen an den Kreis/die Stadt zu übermitteln. Mindeststandards wie z. B. mindestens 20 Stunden/Woche und Bereitschaft zu Testungen am Wochenende – gelten allerdings nur für beauftragte Leistungserbringer (Apotheken, private Testzentren etc.), nicht für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte.

Die Dialyse-Einrichtung kann vor Aufnahme einer Dialysebehandlung einen präventiven PCR-Test beauftragen, hier ist für den Abstrich die 88310 abrechenbar.

Während des Behandlungszeitraums kann die Einrichtung den Patienten einmal wöchentlich erneut testen – mittels PoC-Antigentest (Schnelltest), sofern der ÖGD keine andere Testmethode angeordnet hat. In diesem Fall sind nur die Sachkosten und keine Abstrichleistungen abrechenbar.

Die Abrechnung der Sachkosten erfolgt auf den Namen des Patienten.

Ja, auch Sie als Arzt haben Anspruch auf einen Schnelltest (PoC-Antigentest), genauso wie Ihr Praxis- und Reinigungspersonal. Die Sachkosten können abgerechnet werden, der Abstrich nicht. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Ja, Vertragsarztpraxen sind auch Arbeitgeber im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes
(§ 2 Abs.3). Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gilt.

Grundsätzlich die Arbeitgeber. Hier profitieren unsere Vertragsarztpraxen von der BMG-TestV. Diese begründet für Mitarbeiter der in § 4 Abs.2 benannten Gesundheitseinrichtungen Ansprüche auf Testung zulasten des Kostenträgers BAS; d. h. Vertragsarztpraxen rechnen Beschäftigten-Testungen als Personaltestungen entsprechend unserer Vergütungsübersicht ab.

Schnelltests können nicht über den Sprechstundenbedarf bezogen werden, sondern nur über den medizinischen Fachhandel oder die Apotheke bzw. den pharmazeutischen Großhandel. Es dürfen nur solche Schnelltests verwendet werden, die im Internet-Angebot des BfArM aufgeführt sind. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Ein Arzt kann die SNR 88311 nur dann ansetzen bzw. erhält die Vergütung von 70 Euro je Einrichtung nur dann, wenn er das Personal selbst geschult hat. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Zunächst muss der ÖGD informiert werden. Zudem muss sich die betroffene Person zusätzlich mit einem PCR-Test testen lassen. Der PCR-Test (Bestätigungstest) wird seit dem 08.03.2021 über das Muster OEGD mit einem handschriftlichen Vermerk (vorher Muster 10C) veranlasst.

Nein. Die Rechnungen müssen nicht eingereicht werden. Allerdings müssen die Rechnungen bis zum 31. Dezember 2024 aufbewahrt werden.


Infektionssprechstunde

Wie die Infektionssprechstunde organisiert wird, obliegt der Praxis.

Ja.

Nur Haus- und Kinderärzte können die Infektionssprechstunde abrechnen.

Wenn ein anderer Raum im gleichen Haus genutzt wird oder in unmittelbarer Nähe zum Gebäude (z. B. im Garten, auf einem Parkplatz) ein Container aufgestellt wird, kann die Infektionssprechstunde standortrechtlich dort durchgeführt werden.

Wird die Infektionssprechstunde an einem weiteren Ort in räumlicher Nähe angeboten, ist der Standort als ausgelagerter Praxisraum anzeigepflichtig.

Nein.

Für symptomlose Patienten ist die 97150/97151 nicht abrechnungsfähig. Nur wenn der Verdacht oder die bereits bestätigte Diagnose vorliegt, können die Ziffern 97150/97151, 88240 zuzüglich Versichertenpauschale abgerechnet werden. Die SNR 88310 kann dann nicht abgerechnet werden.

Da die 88240 für die Corona-Warn-App nicht abgerechnet werden kann, ist auch die Ziffer 97150/97151 nicht abrechnungsfähig. Grundsätzlich soll die Corona-Warn-App nach Testverordnung über die SNR 88310 abgerechnet werden.


Quarantäneregelungen

Quarantäneregelungen des MAGS NRW

Ja, bis zum Vorliegen des negativen Ergebnisses. Ist das Ergebnis positiv, müssen Sie automatisch in Quarantäne verbleiben.

Nein. Menschen mit einer per PCR-Test (nicht Schnelltest) nachgewiesenen Corona-Infektion müssen automatisch ab Mitteilung des Testergebnisses in Quarantäne. Die Quarantäne beginnt somit nicht erst mit Erhalt eines behördlichen Quarantänebescheids.

Diese Personen müssen automatisch für 14 Tage in Quarantäne, die mit Bekanntwerden des positiven Testergebnisses des Haushaltsmitglieds (Primärfall) beginnt. Die Quarantäne kann verkürzt werden. Dafür ist frühestens zehn Tage nach Testung (Abstrich) des Primärfalls ein Schnelltest (PoC) oder PCR-Test notwendig. Ist das Testergebnis negativ, kann die Quarantäne beendet werden. Abgerechnet werden können die Abstriche für diese Tests mit der SNR 88310. Treten während der Quarantänezeit Symptome auf, ist das Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Infos für geimpfte Kontaktpersonen finden Sie hier.

Über die Quarantäne und Quarantänedauer von Kontaktpersonen, die keine Haushaltsangehörigen und nicht selbst infiziert sind, entscheidet die örtliche Gesundheitsbehörde. Auch entscheidet diese, ob und wann eine Testung zur Verkürzung der Quarantäne möglich ist. Sofern ein Abstrich in diesem Zusammenhang vorgenommen wird, kann dieser mit der SNR 88310 abgerechnet werden. Treten während der Quarantänezeit Symptome auf, ist das Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Infos für geimpfte Kontaktpersonen finden Sie hier.

Personen, die mit einer positiv getesteten Person in einer häuslichen Gemeinschaft leben, dürfen die Quarantäne für die Durchführung eines Corona-Tests sowie die dazu erforderliche unmittelbare Hin- und Rückfahrt unterbrechen. Andere Kontaktpersonen benötigen für die Unterbrechung der Quarantäne zum Zwecke der Testung eine Zustimmung des Gesundheitsamtes.

Ja, wenn dieser zwingend notwendig ist. Es bedarf hierzu jedoch der vorherigen Zustimmung des Gesundheitsamts.

Eine aktuelle Liste der Risiko-/Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete finden Sie auf den Seiten des RKI.

Welche Regelungen bei der Einreise nach Deutschland jeweils gelten, können Sie dieser Übersicht entnehmen.


Videosprechstunde

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Der Arzt oder Psychotherapeuten wählt einen zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf der Videosprechstunde sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Zertifizierte Videodienstanbieter (PDF, 90 KB)

Mehr Infos

Ärzte und Psychotherapeuten können unbegrenzt Videosprechstunden anbieten, bei allen Indikationen und auch bei neuen Patienten. Fallzahl und Leistungsmenge sind nicht begrenzt.

Mehr Infos


Muster 10C und Muster OEGD

Kinderärzte können Abstrichentnahmen bei symptomlosen Erwachsenen durchführen. Testungen bei symptomatischen Erwachsenen dürfen sie jedoch nicht durchführen.

Anspruch auf eine vertragsärztliche Untersuchung und ggf. einen Abstrich zur Feststellung einer COVID-19-Infektion haben Personen mit Symptomen, die auf eine mögliche COVID-19-Infektion hinweisen (kurativer Test gemäß RKI-Kriterien).

Die Abrechnung für diese Fälle erfolgt nach EBM:

  • Kurative Tests: mit Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und/oder Notfallpauschale – GOP 02402; ohne Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und/oder Notfallpauschale – GOP 02402 plus 02403; zusätzlich Kennziffer 88240 extrabudgetär (jeweils am Behandlungstag); ggf. weitere GOP bei Hausbesuch; Veranlassung Labor mit Muster 10C (GOP 32816 – Auftrag zur diagnostischen Abklärung) oder Muster 10 (GOP 32779 – Antigentest-Labortest (nicht Antigen-Schnelltest/POC))

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Die Info über das zu verwendende Muster finden Sie in unserer Vergütungsübersicht.

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Beide Muster erhalten Sie über unseren Formularversand.

Zum Formularversand der KVNO

In welchen Fällen Sie auch Tests von Personen ohne Symptome über die KVNO abrechnen können, zeigt die  Vergütungsübersicht. Wünscht eine Person einen PCR-Test aus einem Grund, der nicht in der Übersicht dargestellt ist – zum Beispiel vor Reisen, dann muss die Person den Test grundsätzlich privat bezahlen.

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)


Abrechnung und Kodierung

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

PraxisInfo: Coronavirus – Empfehlungen zum Kodieren (PDF, 421 KB)

Das Krankenhaus ist hier im Rahmen der vorstationären Behandlung zuständig.

Nein. Es muss ein ambulanter Schein angelegt werden, der wie bei einem GKV-Patienten über die Quartalsabrechnung an die KV übermittelt wird. Für die Person werden der jeweilige Kostenträger und auch die entsprechenden Symbolnummern manuell eingetragen. Es ist ausreichend den entsprechenden Kostenträger einmalig in der Kostenträgerstammdatei im PVS System anzulegen. Sollten Sie Probleme haben den Schein für privat versicherte Personen anzulegen, wenden Sie sich bitte an Ihr Softwarehaus.

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Alle aufgrund des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlichen ärztlichen Leistungen werden seit dem 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär honoriert. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKS-Spitzenverband geeinigt. Sie sind mit der EBM-Ziffer 88240 abzurechnen.

Der Bewertungsausschuss hat außerdem mit Wirkung zum 28. Februar 2020 die Untersuchungsindikation der Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 (labordiagnostische Untersuchung) aktualisiert. Demnach ist das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Corona-Infektion ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen. Die GOP 32816 ist einmal am Behandlungstag berechnungsfähig.

Bei durch SARS-CoV-2 ausgelösten Covid-19-Erkrankungen und dem Verdachtsfall besteht eine Meldepflicht. Daher ist die Kennnummer 32006 zu berücksichtigen, denn bei der Ermittlung des arztgruppenspezifischen Fallwertes bleiben alle in diesem Zusammenhang erbrachten Leistungen unberücksichtigt.

Die Untersuchungsindikation für eine Testung auf SARS-CoV-2 stellt die Ärztin/der Arzt nach eigenem Ermessen unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI).

Aufgrund der neuartigen Coronavirus-Krankheit hat sich die KBV dazu entschlossen, die ICD-10-Stammdatei rückwirkend zum 1. Januar 2020 anzupassen und auszuliefern. Die neue Schlüsselnummer lautet: U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019). Die aktualisierte deutsche Version der ICD-10, die Prüfmodule und den Prüfassistenten finden Sie unter den folgenden Links

Stammdatei

Prüfmodule

Prüfassistent

In den zuständigen Gremien wurde eine Belegung der Schlüsselnummer U07.1! COVID-19 in der WHO-Version der ICD-10 umgesetzt. Damit ist die vorübergehend verwendete Bezeichnung der WHO „2019-nCoV acute respiratory disease“ aufgehoben.

Für die deutsche Version der ICD-10 (ICD-10-GM) wurde der WHO-Kode als Sekundärschlüsselnummer (Ausrufezeichenschlüsselnummer) mit der Bezeichnung U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019) angelegt.

Hinweise und Beispiele zur Kodierung von COVID-19

Über eine eventuell notwendige Praxisschließung nach einem positiven Test auf das Coronavirus entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Darauf weist die KBV hin. Im Fall der angeordneten Schließung hat der Praxisinhaber einen Entschädigungsanspruch gegenüber dem Staat, der auch für die Lohnfortzahlung der Angestellten gilt. Wie dieser Anspruch geltend gemacht werden kann, regeln die zuständigen Behörden.


In Nordrhein ist das die:
LVR-Zentralverwaltung Köln-Deutz
Kennedy-Ufer 2 | 50679 Köln
Telefon: 0221 – 809-0
E-Mail: post@lvr.de

Praxisinformation zur Entschädigung der KBV

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde. Die ärztlichen Leistungen werden seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Empfehlungen zum Kodieren finden Sie unter:

PraxisInfo: Coronavirus – Empfehlungen zum Kodieren (PDF, 421 KB)


Schutzausrüstung

Handlungsempfehlung für Hausarztpraxen

Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege

Hinweise des RKI zur Verwendung von Masken

Hinweise des RKI zum An- und Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung

Ihren Bedarf an Schutzmaterial können Sie jetzt über das KVNO Portal online anmelden. Dort befindet sich unter „Services“ die Rubrik „Corona-Schutzmaterial“ und ein Bestellformular. Sobald für Ihre Region ein Termin für die Ausgabe festgelegt ist, können Sie die Bestellung dort durchführen.

So gehen Sie vor: Nach dem regulären Log-in geht es über den Bereich „Services“ in die Rubrik „Corona-Schutzmaterial“ und von dort zum Bestellformular. Im Bestellformular muss zunächst der Leistungsort angegeben werden. Danach richtet sich, an welchem der vier Ausgabestationen das Material abgeholt werden kann. Anschließend ist im KVNO-Portal anzugeben, an welchem Tag und in welchem Zeitfenster die Bestellung abgeholt wird. Dies ist möglich, sobald ein Ausgabedatum für eine Ausgabestation festgelegt ist. Beachten Sie bitte die Anmeldefristen.

Die Bestellung muss nicht von Ihnen persönlich abgeholt werden. Sie können auch jemanden mit der Abholung beauftragen. Diese Person muss jedoch den QR-Code von Ihnen erhalten, um den Anspruch auf das Schutzmaterial für Ihre Praxis nachzuweisen.

KVNO-Portal

Nach der Coronaschutzverordnung-CoronaSchVO (Fassung vom 30. Mai 2020) § 2 Absatz 3 Nr. 8 besteht grundsätzlich eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Hiervon ausgenommen werden können Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, zudem kann die Verpflichtung  durch andere wirksame Schutzmaßnahmen (z. B. Abtrennung des Arbeitsplatzes durch Glas, Plexiglas o. ä.) ersetzt werden. Hier können individuelle Lösungen unter Berücksichtigung der Abstandsregelung und der Hygienemaßnahmen in der Verantwortung des Psychotherapeuten/der Psychotherapeutin gefunden werden.

Vertragsärztinnen und -ärzte rechnen die Sachkosten für die PoC-Tests über ihre Quartalsabrechnung ab. Details zur Abrechnung finden Sie in unserer Vergütungsübersicht

Vergütungsübersicht Tests auf SARS-CoV-2 in der Arztpraxis (PDF, 650 KB)

Für Nicht-KV-Mitglieder gibt es einen anderen Abrechnungsweg über das KVNO-Portal nach vorheriger Registrierung.


Verordnung

Überblick: In diesen Fällen entfällt das Einlesen der eGK

Bei medizinischer Notwendigkeit können im Rahmen eines anderen Arzt-Patienten-Kontaktes Folge-Arzneimittelverordnungen (Wiederholungsrezepte), Überweisungsscheine und/oder anderen ärztlichen Verordnungen ausgestellt und diese per Post an den Versicherten versendet und abgerechnet werden.

Konkret umfasst dies folgende Vordrucke:

  • Folge-Arzneimittelverordnungen (auch BtM-Rezepte)
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) und
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18)

Für den Versand kann in diesen Fällen die Gebührenordnungsposition 88122 angesetzt werden.

Alle Sonderregelungen finden Sie hier.

Praxisinfo: Rezepte ohne Einlesen der eGK (PDF, 170 KB)

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich. Der Fall wird in der Abrechnung erfasst und zählt auch in der Prüfung nach Durchschnittswerten.

Dies gilt für folgende Verordnungen:
  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte)
  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10)
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12)
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie).
Hinweise zur Verordnung von Arzneimitteln

Ärzte sollten im Hinblick auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bei der Verordnung von Arzneimitteln folgende Punkte besonders berücksichtigen:

  • Keine Mehrfachverordnungen: Insbesondere bei chronisch kranken Patienten wie im bisher gewohnten Umfang verordnen (z.B. mit einer N3-Packung).
  • Keine zusätzlichen Privatrezepte: Soweit aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich, sollte hierauf verzichtet werden. Die Arzneimittel stehen dann den Patienten zur Verfügung, die diese dringend benötigen.
  • Aut-idem ermöglichen: Stellen Sie wenn möglich eine Wirkstoffverordnung aus und wenden Sie das Austauschverbot (Aut-idem-Kreuz) nur in medizinisch begründeten Einzelfällen an.

Ziel ist es, Versorgungsengpässen bei Arzneimitteln vorzubeugen und im Fall von temporären Engpässen die Verfügbarkeit von davon betroffenen Arzneimitteln zu verlängern.


AU-Bescheinigung

Ja. Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden (Muster 1). Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

Auch die Ausstellung einer „Ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21) ist wieder telefonisch möglich. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat dazu eine entsprechende Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband getroffen.

Die Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale kann abgerechnet werden, wenn der Patient in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis war oder einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde hatte. Bleibt es in dem Quartal bei einem telefonischen Kontakt, ist die Bereitschaftspauschale (GOP 01435) berechnungsfähig.

Die Kosten für den postalischen Versand der AU-Bescheinigung werden von den Krankenkassen mit 90 Cent übernommen. Ärzte rechnen dazu die Pseudo-GOP 88122 für das Porto ab.

Nur wenn der Patient krankheitsbedingt arbeitsunfähig ist. Erwerbstätige, die wegen einer angeordneten Quarantäne einen Verdienstausfall erleiden, haben in der Regel einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Das zuständige Gesundheitsamt informiert die Betroffenen über die bestehenden Möglichkeiten.

Nein, denn der Versicherte muss bei seinem Arbeitgeber den Papierausdruck einreichen. 

Nein, ein Patient, der mittelbaren Kontakt – also Kontakt über eine weitere Person – zu einem Verdachtsfall hatte und selbst keine Symptome aufweist, erfüllt die Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit nicht. Wenn der Arbeitgeber in diesen Fällen kein Homeoffice ermöglicht, den Patienten aber dennoch nach Hause schickt, befindet sich der Arbeitgeber im sogenannten Annahmeverzug und muss weiterhin das Gehalt zahlen. 

Dies gilt im Übrigen auch für Patienten, die unmittelbaren Kontakt zu einem Verdachtsfall hatten und selbst keine Krankheitssymptome aufweisen. 

Für die postalische Versendung der AU (Muster 1) an den Patienten bei Patientenkontakt im Rahmen einer Videosprechstunde rechnen Sie die 40128 ab. Als Kostenpauschale für die Bescheinigung Muster 21 an den Patienten bzw. die Bezugsperson bei Patientenkontakt im Rahmen einer Videosprechstunde, rechnen sie die 40129 ab.

Diese Kostenpauschalen sind nur so lange berechnungsfähig, bis ein verbindliches elektronisches Muster 1 bzw. Muster 21 zur Verfügung steht und diese auf dem elektronischen Weg an den Patienten versendet werden können.

Nein, bitte verwenden Sie das Muster 21 vorerst weiterhin nur dann, wenn eine entsprechende Diagnose beim Kind vorliegt – und das Kind auch tatsächlich krank ist.
Die in der Ministerpräsidentenrunde mit der Bundeskanzlerin am 5. Januar beschlossene Erweiterung der Kinderkrankentage und die Ausweitung der Regelung auch auf gesunde Kinder, die wegen der Kita- und Schulschließungen zuhause betreut werden müssen, ist bisher lediglich eine politische Absichtserklärung. Es gibt dafür noch keine Rechtsgrundlage. Sobald es eine gesetzliche Regelung dazu gibt, informieren wir Sie. Weisen Sie Ihre Patienten bitte darauf hin, dass sie sich für weitere Informationen auch an ihre Krankenkasse wenden können.


Allgemeine Fragen

Infos zu Hygienemaßnahmen in medizinischen Einrichtungen finden Sie hier.

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien, verursacht durch das neuartige Coronavirus, erstellt. Aus der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geht hervor, dass eine Ausnahme von der Maskenpflicht besteht, wenn das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Da die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus einer Rechtsverordnung des Landes resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht aussprechen.

Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Maske im Sinne der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen unzumutbar ist. Ob für ein solches Attest eine Angabe der genauen Erkrankung notwendig ist, wurde bisher von der Landesregierung nicht konkretisiert. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn der Patient dies ausdrücklich verlangt. Dieser Wunsch des Patienten sollte zumindest dezidiert in die Dokumentation des Arztes einfließen.

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

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Wie verhält man sich unter Quarantäne?

Das RKI hat Kriterien zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Isolierung auf seiner Webseite veröffentlicht.

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Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette (husten und niesen in die Armbeuge), eine gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

BZgA: allgemeine Hygienetipps zum Schutz vor Infektionskrankheiten

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik.

Video: Durchführung des Nasopharynx- und Oropharynx-Abstrichs