Fragen und Antworten bei der KBV

Übersicht aller Sonderregelungen für die ambulante Versorgung

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 auf der Website des Robert Koch-Instituts 


SARS-CoV-2-Tests nach der aktuellen Testverordnung des Bundes (TestV v. 15.10.20)

Ja, der PCR-Test kann einmalig nach der Aufnahme wiederholt werden (§ 5 der Testverordnung).

Ja. Die Wiederaufnahme nach einer Krankenhausbehandlung ist ein Fall der Aufnahme nach der Testverordnung. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Als Kontaktperson I gilt unter anderem, wer in den letzten zehn Tagen mindestens 15 Minuten engen Kontakt mit einem Infizierten hatte – insbesondere in einer Gesprächssituation – oder mit ihm im selben Haushalt lebt bzw. sich in räumlicher Nähe zu einer infizierten Person (Feier, gemeinsames Singen, Sport in Innenräumen) aufgehalten hat. Auch wer eine Benachrichtigung „erhöhtes Risiko“ der Corona-Warn-App erhalten hat, gilt als Kontaktperson. Die verschiedenen Varianten von Kontaktpersonen listet der Paragraf 2 der TestV auf. Informationen des RKI finden Sie hier.

Es reicht, wenn die betroffene Person dem Arzt gegenüber schlüssig erklären kann, dass diese eine Kontaktperson ist. Stellt ein Arzt eine Infektion fest, kann er auch Kontaktpersonen wie Familienmitglieder direkt testen – ohne vorherige Absprache mit dem ÖGD. Generell sollte die Testnotwendigkeit in der Arztpraxis dokumentiert werden, damit auch künftig ein Nachweis darüber möglich ist.

Hinweis: Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist Aufgabe des ÖGD – nicht der Arztpraxis.

Nach der TestV ist es ausreichend, wenn die Einrichtung die Testung verlangt. Eine kommunale Allgemeinverfügung kann zusätzliche Sachverhalte/ Schutzmaßnahmen regeln (z. B. Testpflichten) und ist es deshalb zu beachten.

Nein, nicht zwingend. Wenn eine Schule/Kita ein Ausbruchsgeschehen formal festgestellt hat, kann durch den Vertragsarzt getestet werden. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Sofern beim Hausbesuch nur die Abstrichentnahme durchgeführt wird, ist keine Abrechnung des Besuches möglich. Anders ist es, wenn hierbei auch kurative Leistungen erbracht werden.

Es handelt sich um eine asymptomatische Testung nach Testverordnung, die mittels PCR-Test über die SNR 97120 (Kontaktperson) abgerechnet wird. Weitere Informationen finden Sie hier.

Verlangt der Arbeitgeber den negativen Test vor Arbeitsbeginn, kann dieser nicht nach der TestV abgerechnet werden. In den besonderen Fällen, in denen das RKI in den Entlassungskriterien aus der Isolierung eine abschließende PCR-Untersuchung empfiehlt – etwa bei medizinischem Personal zur Verkürzung der Isolationsdauer in Situationen mit akutem Personalmangel –, kann der Test ausnahmsweise kurativ abgerechnet werden.

Asymptomatische Personen aus deutschen Risikogebieten haben nach der Testverordnung seit dem 9. November 2020 keinen Anspruch mehr auf einen Coronatest.


Antigen-Schnelltests (PoC-Tests)

Die Dialyse-Einrichtung kann vor Aufnahme einer Dialysebehandlung einen präventiven PCR-Test beauftragen. Während des Behandlungszeitraums kann die Einrichtung den Patienten einmal wöchentlich erneut testen – mittels PoC-Antigentest (Schnelltest), sofern der ÖGD keine andere Testmethode angeordnet hat.

Ja, auch Sie als Arzt haben Anspruch auf einen Schnelltest (PoC-Antigentest), genauso wie Ihr Praxis- und Reinigungspersonal. Die Sachkosten können abgerechnet werden, der Abstrich nicht. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Nein. Die Beschäftigten in diesen Einrichtungen können einmal wöchentlich von einem Vertragsarzt mit einem Schnelltest (PoC-Antigentest) getestet werden, ohne dass der ÖGD ein Testkonzept feststellen muss.

Schnelltests können nicht über den Sprechstundenbedarf bezogen werden, sondern nur über den medizinischen Fachhandel oder die Apotheke bzw. den pharmazeutischen Großhandel. Es dürfen nur solche Schnelltests verwendet werden, die im Internet-Angebot des BfArM aufgeführt sind. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Das Schulministerium hat in einem Schaubild Handlungsempfehlungen zusammengestellt, an denen sich Eltern orientieren können, wenn das Kind krank ist und diese unsicher sind, ob sie ihr Kind in die Schule schicken können.

Liegen keine einschlägigen Symptome für eine symptomatische Testung vor, kann ein PoC-Test als individuelle Gesundheitsleistung angeboten werden.

Ein Arzt kann die SNR 97124 nur dann ansetzen bzw. erhält die Vergütung von 70 Euro je Einrichtung nur dann, wenn er das Personal selbst geschult hat. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Zunächst muss der ÖGD informiert werden. Zudem muss sich die betroffene Person zusätzlich mit einem PCR-Test testen lassen – in einem Testzentrum oder von einem Vertragsarzt. Der PCR-Test wird über das Muster 10C veranlasst. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Nein. Die Rechnungen müssen nicht eingereicht werden. Allerdings müssen die Rechnungen bis zum 31. Dezember 2024 aufbewahrt werden.


Infektionssprechstunde

Wie die Infektionssprechstunde organisiert wird, obliegt der Praxis.

Ja.

Wenn ein anderer Raum im gleichen Haus genutzt wird oder in unmittelbarer Nähe zum Gebäude (z. B. im Garten, auf einem Parkplatz) ein Container aufgestellt wird, kann die Infektionssprechstunde standortrechtlich dort durchgeführt werden.

Wird die Infektionssprechstunde an einem weiteren Ort in räumlicher Nähe angeboten, ist der Standort als ausgelagerter Praxisraum anzeigepflichtig.

Das Konzept zur Infektionssprechstunde wird durch die Praxis festgelegt, es gibt hierzu keine Vorgaben.

Nein.

Für symptomlose Patienten ist die 97150/97151 nicht abrechnungsfähig. Nur wenn der Verdacht oder die bereits bestätigte Diagnose vorliegt, können die Ziffern 97150/97151, 88240 zuzüglich Versichertenpauschale abgerechnet werden. Die SNR 97120 kann dann nicht abgerechnet werden.

Da die 88240 für die Corona-Warn-App nicht abgerechnet werden kann, ist auch die Ziffer 97150/97151 nicht abrechnungsfähig. Grundsätzlich soll die Corona-Warn-App nach Testverordnung über die SNR 97120 abgerechnet werden. Die GOP 02402A kann nur noch bis Ende des Jahres abgerechnet werden.


Videosprechstunde

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Der Arzt oder Psychotherapeuten wählt einen zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf der Videosprechstunde sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Zertifizierte Videodienstanbieter (PDF, 90 KB)

Mehr Infos

Ärzte und Psychotherapeuten können unbegrenzt Videosprechstunden anbieten, bei allen Indikationen und auch bei neuen Patienten. Fallzahl und Leistungsmenge sind nicht begrenzt.


Muster 10C und Muster OEGD

Kinderärzte können Abstrichentnahmen bei symptomlosen Erwachsenen (Schul- und Kitapersonal, Reiserückkehrer und Testungen nach Beauftragung durch den ÖGD) durchführen. Testungen bei symptomatischen Erwachsenen dürfen sie jedoch nicht durchführen.

Anspruch auf eine vertragsärztliche Untersuchung und ggf. einen Abstrich zur Feststellung einer COVID-19-Infektion haben

  • Personen mit Symptomen, die auf eine mögliche COVID-19-Infektion hinweisen (kurativer Test gemäß RKI-Kriterien)
  • Personen mit einer der Benachrichtigung „erhöhtes Risiko“ durch die Corona-Warn-App.

Die Abrechnung für diese Fälle erfolgt nach EBM:

  • Kurative Tests: mit Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und/oder Notfallpauschale – GOP 02402; ohne Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und/oder Notfallpauschale – GOP 02402 plus 02403; zusätzlich Kennziffer 88240 extrabudgetär (jeweils am Behandlungstag); ggf. weitere GOP bei Hausbesuch; Kennziffer 32006 für Laborkosten; Veranlassung Labor mit Muster 10C (GOP 32816 – Auftrag zur diagnostischen Abklärung) oder Muster 10 (GOP 32779 – Antigentest-Labortest (nicht Antigen-Schnelltest/POC))
  • Test nach Benachrichtigung durch Corona-Warn-App: mit Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und/oder Notfallpauschale – GOP 02402A (auch ohne Abstrich nach Gespräch berechenbar); ohne Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und/oder Notfallpauschale – GOP 02402A plus 02403; Kennziffer 32006 für Laborkosten; Veranlassung Labor mit Muster 10C (GOP 32816 – Auftrag zur diagnostischen Abklärung)

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Aktuelle Informationen zur Abrechnung der Abstrichentnahme von asymptomatischen Patienten in Pflegeheimen finden Sie in unserer Vergütungsübersicht.

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Das zu verwendende Muster finden Sie in unserer Vergütungsübersicht.

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Beide Muster erhalten Sie über unseren Formularversand.

Zum Formularversand der KVNO

Nein, die Abstrichentnahme ist nur beim Test symptomatischer Personen (kurativer Test gemäß RKI-Kriterien) und von Personen, die über die neue Corona-Warn-App die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten haben, eine EBM-Leistung . Wünscht eine Person aus anderen Gründen einen PCR-Test – zum Beispiel vor Reisen –, dann muss sie den Test grundsätzlich privat bezahlen.

Nein, nur Personen, die über die neue Corona-Warn-App die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten haben, haben Anspruch auf einen PCR-Test auf Kosten der GKV durch eine Vertragsärztin/einen Vertragsarzt. Zur Veranlassung der Laborleistung nutzen Sie dafür bitte das neue Muster 10C. Das Testen einer Person mit „niedrigem Risiko“ wäre eine Selbstzahlerleistung gemäß GOÄ.

Ja, Personen, die über die neue Corona-Warn-App die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten haben, haben Anspruch auf einen PCR-Test auf Kosten der GKV durch eine Vertragsärztin/einen Vertragsarzt. Weitere Informationen finden Sie in unserer Vergütungsübersicht.

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)


Abrechnung und Kodierung

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

PraxisInfo: Coronavirus – Empfehlungen zum Kodieren (PDF, 421 KB)

Nein, dies ist nicht notwendig. Sobald die Symbolnummern auf einem Schein eingetragen sind, wird dieser von der KV umgewandelt. Sollten kurative Leistungen anfallen, können Sie diese zusätzlich auf dem Schein abrechnen.

Das Krankenhaus ist hier im Rahmen der vorstationären Behandlung zuständig.

Nein. Es muss ein ambulanter Schein angelegt werden, der wie bei einem GKV-Patienten über die Quartalsabrechnung an die KV übermittelt wird. Für die Person werden der jeweilige Kostenträger und auch die entsprechenden Symbolnummern manuell eingetragen. Es ist ausreichend den entsprechenden Kostenträger einmalig in der Kostenträgerstammdatei im PVS System anzulegen. Sollten Sie Probleme haben den Schein für privat versicherte Personen anzulegen, wenden Sie sich bitte an Ihr Softwarehaus.

Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Alle aufgrund des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlichen ärztlichen Leistungen werden seit dem 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär honoriert. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKS-Spitzenverband geeinigt. Sie sind mit der EBM-Ziffer 88240 abzurechnen.

Der Bewertungsausschuss hat außerdem mit Wirkung zum 28. Februar 2020 die Untersuchungsindikation der Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 (labordiagnostische Untersuchung) aktualisiert. Demnach ist das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Corona-Infektion ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen. Die GOP 32816 ist einmal am Behandlungstag berechnungsfähig.

Bei durch SARS-CoV-2 ausgelösten Covid-19-Erkrankungen und dem Verdachtsfall besteht eine Meldepflicht. Daher ist die Kennnummer 32006 zu berücksichtigen, denn bei der Ermittlung des arztgruppenspezifischen Fallwertes bleiben alle in diesem Zusammenhang erbrachten Leistungen unberücksichtigt.

Die Untersuchungsindikation für eine Testung auf SARS-CoV-2 stellt die Ärztin/der Arzt nach eigenem Ermessen unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI).

Aufgrund der neuartigen Coronavirus-Krankheit hat sich die KBV dazu entschlossen, die ICD-10-Stammdatei rückwirkend zum 1. Januar 2020 anzupassen und auszuliefern. Die neue Schlüsselnummer lautet: U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019). Die aktualisierte deutsche Version der ICD-10, die Prüfmodule und den Prüfassistenten finden Sie unter den folgenden Links

Stammdatei

Prüfmodule

Prüfassistent

In den zuständigen Gremien wurde eine Belegung der Schlüsselnummer U07.1! COVID-19 in der WHO-Version der ICD-10 umgesetzt. Damit ist die vorübergehend verwendete Bezeichnung der WHO „2019-nCoV acute respiratory disease“ aufgehoben.

Für die deutsche Version der ICD-10 (ICD-10-GM) wurde der WHO-Kode als Sekundärschlüsselnummer (Ausrufezeichenschlüsselnummer) mit der Bezeichnung U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019) angelegt.

Hinweise und Beispiele zur Kodierung von COVID-19

Über eine eventuell notwendige Praxisschließung nach einem positiven Test auf das Coronavirus entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Darauf weist die KBV hin. Im Fall der angeordneten Schließung hat der Praxisinhaber einen Entschädigungsanspruch gegenüber dem Staat, der auch für die Lohnfortzahlung der Angestellten gilt. Wie dieser Anspruch geltend gemacht werden kann, regeln die zuständigen Behörden.


In Nordrhein ist das die:
LVR-Zentralverwaltung Köln-Deutz
Kennedy-Ufer 2 | 50679 Köln
Telefon: 0221 – 809-0
E-Mail: post@lvr.de

Praxisinformation zur Entschädigung der KBV

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde.

Die ärztlichen Leistungen werden seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde. Die ärztlichen Leistungen werden seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Empfehlungen zum Kodieren finden Sie unter:

PraxisInfo: Coronavirus – Empfehlungen zum Kodieren (PDF, 421 KB)


Schutzausrüstung

Handlungsempfehlung für Hausarztpraxen

Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege

Hinweise des RKI zur Verwendung von Masken

Hinweise des RKI zum An- und Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung

Ihren Bedarf an Schutzmaterial können Sie jetzt über das KVNO Portal online anmelden. Dort befindet sich unter „Services“ die Rubrik „Corona-Schutzmaterial“ und ein Bestellformular. Sobald für Ihre Region ein Termin für die Ausgabe festgelegt ist, können Sie die Bestellung dort durchführen.

So gehen Sie vor: Nach dem regulären Log-in geht es über den Bereich „Services“ in die Rubrik „Corona-Schutzmaterial“ und von dort zum Bestellformular. Im Bestellformular muss zunächst der Leistungsort angegeben werden. Danach richtet sich, an welchem der vier Ausgabestationen das Material abgeholt werden kann. Anschließend ist im KVNO-Portal anzugeben, an welchem Tag und in welchem Zeitfenster die Bestellung abgeholt wird. Dies ist möglich, sobald ein Ausgabedatum für eine Ausgabestation festgelegt ist. Beachten Sie bitte die Anmeldefristen.

Die Bestellung muss nicht von Ihnen persönlich abgeholt werden. Sie können auch jemanden mit der Abholung beauftragen. Diese Person muss jedoch den QR-Code von Ihnen erhalten, um den Anspruch auf das Schutzmaterial für Ihre Praxis nachzuweisen.

KVNO-Portal

Nach der Coronaschutzverordnung-CoronaSchVO (Fassung vom 30. Mai 2020) § 2 Absatz 3 Nr. 8 besteht grundsätzlich eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Hiervon ausgenommen werden können Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, zudem kann die Verpflichtung  durch andere wirksame Schutzmaßnahmen (z.B. Abtrennung des Arbeitsplatzes durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden. Hier können individuelle Lösungen unter Berücksichtigung der Abstandsregelung und der Hygienemaßnahmen in der Verantwortung des Psychotherapeuten/der Psychotherapeutin gefunden werden.


Verordnung

Überblick: In diesen Fällen entfällt das Einlesen der eGK

Bei medizinischer Notwendigkeit können im Rahmen eines anderen Arzt-Patienten-Kontaktes Folge-Arzneimittelverordnungen (Wiederholungsrezepte), Überweisungsscheine und/oder anderen ärztlichen Verordnungen ausgestellt und diese per Post an den Versicherten versendet und abgerechnet werden.

Konkret umfasst dies folgende Vordrucke:

  • Folge-Arzneimittelverordnungen (auch BtM-Rezepte)
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) und
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18)

Für den Versand kann in diesen Fällen die Gebührenordnungsposition 40122 angesetzt werden.

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht derzeit keine Hinweise auf kurzfristige Lieferengpässe aufgrund des Coronavirus. Arzneimittel sollten daher nicht auf Vorrat verordnet werden, sondern die Verordnungen sollten weiterhin dem Quartalsbedarf angepasst werden. Das BfArM steht hinsichtlich der Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus in einem kontinuierlichen Austausch mit Ministerien, dem Robert Koch- und Paul-Ehrlich-Institut, den Gesundheitsbehörden der Bundesländer, der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und pharmazeutischen Unternehmen.

Laut Beschluss der Landesregierung vom 22. März 2020 bleiben therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten gestattet, sofern die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ein ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Weitergehende Infos auf recht.nrw

Praxisinfo: Rezepte ohne Einlesen der eGK (PDF, 170 KB)

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich. Der Fall wird in der Abrechnung erfasst und zählt auch in der Prüfung nach Durchschnittswerten.

Dies gilt für folgende Verordnungen:
  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte)
  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10)
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12)
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie).
Hinweise zur Verordnung von Arzneimitteln

Ärzte sollten im Hinblick auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bei der Verordnung von Arzneimitteln folgende Punkte besonders berücksichtigen:

  • Keine Mehrfachverordnungen: Insbesondere bei chronisch kranken Patienten wie im bisher gewohnten Umfang verordnen (z.B. mit einer N3-Packung).
  • Keine zusätzlichen Privatrezepte: Soweit aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich, sollte hierauf verzichtet werden. Die Arzneimittel stehen dann den Patienten zur Verfügung, die diese dringend benötigen.
  • Aut-idem ermöglichen: Stellen Sie wenn möglich eine Wirkstoffverordnung aus und wenden Sie das Austauschverbot (Aut-idem-Kreuz) nur in medizinisch begründeten Einzelfällen an.

Ziel ist es, Versorgungsengpässen bei Arzneimitteln vorzubeugen und im Fall von temporären Engpässen die Verfügbarkeit von davon betroffenen Arzneimitteln zu verlängern.

Ja, wir empfehlen, sich hierzu mit Ihrer Apotheke vor Ort abzusprechen.

Die WHO hat beispielsweise eine Rezeptur mit viruzider Wirkung veröffentlicht, die in der Apotheke hergestellt werden kann.

Isopropyl alcohol 99.8%: 751 ml

Wasserstoffperoxid 3%: 42 ml

Glycerol 98%: 14,5 ml

Aqua dest ad 1 Liter


AU-Bescheinigung

Ja. Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden (Muster 1). Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

Auch die Ausstellung einer „Ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21) ist wieder telefonisch möglich. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat dazu eine entsprechende Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband getroffen.

Die Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale kann abgerechnet werden, wenn der Patient in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis war oder einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde hatte. Bleibt es in dem Quartal bei einem telefonischen Kontakt, ist die Bereitschaftspauschale (GOP 01435) berechnungsfähig.

Die Kosten für den postalischen Versand der AU-Bescheinigung werden von den Krankenkassen mit 90 Cent übernommen. Ärzte rechnen dazu die Pseudo-GOP 88122 für das Porto ab.

Nur wenn der Patient krankheitsbedingt arbeitsunfähig ist. Erwerbstätige, die wegen einer angeordneten Quarantäne einen Verdienstausfall erleiden, haben in der Regel einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Das zuständige Gesundheitsamt informiert die Betroffenen über die bestehenden Möglichkeiten.

Nein, denn der Versicherte muss bei seinem Arbeitgeber den Papierausdruck einreichen. 

Nein, ein Patient, der mittelbaren Kontakt – also Kontakt über eine weitere Person – zu einem Verdachtsfall hatte und selbst keine Symptome aufweist, erfüllt die Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit nicht. Wenn der Arbeitgeber in diesen Fällen kein Homeoffice ermöglicht, den Patienten aber dennoch nach Hause schickt, befindet sich der Arbeitgeber im sogenannten Annahmeverzug und muss weiterhin das Gehalt zahlen. 

Dies gilt im Übrigen auch für Patienten, die unmittelbaren Kontakt zu einem Verdachtsfall hatten und selbst keine Krankheitssymptome aufweisen. 

Für die postalische Versendung der AU (Muster1) an den Patienten bei Patientenkontakt im Rahmen einer Videosprechstunde rechnen Sie die 40128 ab. Als Kostenpauschale für die Bescheinigung Muster 21 an den Patienten bzw. die Bezugsperson bei Patientenkontakt im Rahmen einer Videosprechstunde, rechnen sie die 40129 ab.

Diese Kostenpauschalen sind nur so lange berechnungsfähig, bis ein verbindliches elektronisches Muster 1 bzw. Muster 21 zur Verfügung steht und diese auf dem elektronischen Weg an den Patienten versendet werden können.


Allgemeine Fragen

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien, verursacht durch das neuartige Coronavirus, erstellt. Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Prävention- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z. B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potenzial und Therapierbarkeit, berücksichtigt.

Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z. B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.

Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung des Patienten in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, ggf. Kohortenisolierung
  • Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung durch das Personal, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie ggf. einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasenschutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Sollte der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen können oder wollen, empfiehlt es sich bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt. Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien, verursacht durch das neuartige Coronavirus, erstellt. Aus der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geht hervor, dass eine Ausnahme von der Maskenpflicht besteht, wenn das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Da die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus einer Rechtsverordnung des Landes resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht aussprechen.

Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Maske im Sinne der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen unzumutbar ist. Ob für ein solches Attest eine Angabe der genauen Erkrankung notwendig ist, wurde bisher von der Landesregierung nicht konkretisiert. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn der Patient dies ausdrücklich verlangt. Dieser Wunsch des Patienten sollte zumindest dezidiert in die Dokumentation des Arztes einfließen.

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

Mehr Infos

Wie verhält man sich unter Quarantäne?

Das RKI hat Kriterien zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Isolierung auf seiner Webseite veröffentlicht.

Mehr Infos

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette (husten und niesen in die Armbeuge), eine gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

BZgA: allgemeine Hygienetipps zum Schutz vor Infektionskrankheiten

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik.

Video: Durchführung des Nasopharynx- und Oropharynx-Abstrichs