Fragen und Atworten bei der KBV

Übersicht aller Sonderregelungen für die ambulante Versorgung

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 auf der Website des Robert Koch-Instituts 

Allgemeine Fragen

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien, verursacht durch das neuartige Coronavirus, erstellt. Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Prävention- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z. B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potenzial und Therapierbarkeit, berücksichtigt.

Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z. B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.

Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung des Patienten in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, ggf. Kohortenisolierung
  • Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung durch das Personal, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie ggf. einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasenschutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Sollte der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen können oder wollen, empfiehlt es sich bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt. Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Praxisinfo – Corona-Schutzausrüstung: Ausgabe über regionale Ausgabestellen (PDF, 200 KB)

Praxisinfo: Krankschreibung nach telefonischer Rücksprache und Informationen zur Beschaffung von Schutzausrüstung (PDF, 160 KB)

Praxisinfo: Umgang mit Covid-19-Verdachts- und Erkrankungsfällen in den Praxen (PDF, 440 KB)

Praxisinfo der KBV: Verdacht auf eine SARS-COV-2-Infektion? So können Sie in der Praxis vorgehen (PDF, 390 KB)

RKI-Information: Verdachtsabklärung und Maßnahmen (aktualisiert am 24. März 2020)

Kommt der Patient aus einem Risikogebiet oder hatte Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall und zeigt die vom RKI beschriebenen Symptome, so kontaktieren Sie bitte umgehend Ihr zuständiges Gesundheitsamt, da die Vorgehensweisen regional unterschiedlich sind.

KVNO Praxisinfo: COVID-19 – Leichte Infektionsfälle ambulant versorgen (PDF, 170 KB)

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

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Wie verhält man sich unter Quarantäne?

Das RKI hat Kriterien zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Isolierung auf seiner Webseite veröffentlicht.

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Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen bei etwa 2 Prozent, es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen.

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette (husten und niesen in die Armbeuge), eine gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

BZgA: allgemeine Hygienetipps zum Schutz vor Infektionskrankheiten

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik.

Video: Coronavirus – Abstrich in der Praxis


Videosprechstunde

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Der Arzt oder Psychotherapeuten wählt einen zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf der Videosprechstunde sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Zertifizierte Videodienstanbieter (Stand: 25.03.2020, PDF, 90)

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Alle Richtlinientherapien können über Videosprechstunde erfolgen. Um die psychotherapeutische Versorgung während der Coronavirus-Krise zu erleichtern, haben KBV und GKV-Spitzenverband zudem einige Sonderregelungen beschlossen. Sie gelten ab sofort und betreffen die Videosprechstunde sowie die Umwandlung von Gruppen- in Einzeltherapien. Die Durchführung von psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) werden bis zum 30. Juni auch im Rahmen der Videosprechstunde ermöglicht.

Dies erlaubt es, diagnostische Einschätzungen und eine Einleitung von Psychotherapie auch per Video vorzunehmen. Eine Psychotherapie kann somit in Einzelfällen auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Zudem müssen die Vorgaben der Ärztekammer zur Berufsordnung in Bezug auf die Gestaltung der Erstkontakte beachtet werden. Zur Umsetzung der Sonderregelungen wurde der EBM so angepasst, dass die entsprechenden Gebührenordnungspositionen bis zum 30. Juni auch abgerechnet werden dürfen, wenn die Leistungen per Videosprechstunde durchgeführt wurden.

Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. Auch diese Regelung gilt bis 30. Juni. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden. Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden. Durch die Umwandlung von Gruppen- in Einzelsitzungen können im unmittelbaren persönlichen Kontakt Infektionsrisiken minimiert werden, wenn dies erforderlich ist. Weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden. Die Durchführung von Gruppentherapien ist weiterhin zulässig – ob sie zumutbar ist, müssen Therapeutinnen und Therapeuten im Rahmen ihrer eigenen Verantwortung abwägen.

Die KV Nordrhein setzt sich zusätzlich auch für die Möglichkeit einer telefonischen Leistungserbringung ein. Dazu gibt es auf Bundesebene jedoch noch keine konkrete Regelung.

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Abrechnung und Kodierung

Der Bewertungsausschuss beschließt aufgrund der aktuellen Ausbreitung der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, die am 11. März 2020 durch die Weltgesundheitsorganisation WHO zur Pandemie erklärt wurde, dass die Begrenzungsregelungen von Videosprechstunden (Allgemeine Bestimmungen Nr. 4.3.1 Absatz 5 Nr. 6 und Absatz 6 EBM) ausgesetzt werden. Der Bewertungsausschuss wird spätestens zum 31. Mai 2020 prüfen, ob eine Verlängerung der Aussetzung der behandlungsfall- und leistungsbezogenen Begrenzungen bei der Durchführung von Videosprechstunden erforderlich ist.

Für das 1. Quartal 2020 erfolgt keine Aussetzung der behandlungsfall- und leistungsbezogenen Begrenzungsregelungen, da der Bewertungsausschuss davon ausgeht, dass die Begrenzungen nicht erreicht werden.

Alle aufgrund des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlichen ärztlichen Leistungen werden seit dem 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär honoriert. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKS-Spitzenverband geeinigt. Sie sind mit der EBM-Ziffer 88240 abzurechnen.

Wegen der sich weiter ausbreitenden Infektionen mit dem Coronavirus hat der Bewertungsausschuss außerdem mit Wirkung zum 28. Februar 2020 die Untersuchungsindikation der Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 (labordiagnostische Untersuchung) aktualisiert. Demnach ist das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Corona-Infektion ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen. Die GOP 32816 ist einmal am Behandlungstag berechnungsfähig.

Bei durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelösten Covid-19-Erkrankungen und dem Verdachtsfall besteht eine Meldepflicht. Daher ist die Kennnummer 32006 zu berücksichtigen, denn bei der Ermittlung des arztgruppenspezifischen Fallwertes bleiben alle in diesem Zusammenhang erbrachten Leistungen unberücksichtigt.

Die Untersuchungsindikation für eine Testung auf SARS-CoV-2 stellt die Ärztin/der Arzt nach eigenem Ermessen unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI).

Aufgrund der neuartigen Coronavirus-Krankheit hat sich die KBV dazu entschlossen, die ICD-10-Stammdatei rückwirkend zum 1. Januar 2020 anzupassen und auszuliefern. Die neue Schlüsselnummer lautet: U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019). Die aktualisierte deutsche Version der ICD-10, die Prüfmodule und den Prüfassistenten finden Sie unter den folgenden Links

Stammdatei

Prüfmodule

Prüfassistent

In den zuständigen Gremien wurde eine Belegung der Schlüsselnummer U07.1! COVID-19 in der WHO-Version der ICD-10 umgesetzt. Damit ist die vorübergehend verwendete Bezeichnung der WHO „2019-nCoV acute respiratory disease“ aufgehoben.

Für die deutsche Version der ICD-10 (ICD-10-GM) wurde der WHO-Kode als Sekundärschlüsselnummer (Ausrufezeichenschlüsselnummer) mit der Bezeichnung U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019) angelegt.

Hinweise und Beispiele zur Kodierung von COVID-19

Über eine eventuell notwendige Praxisschließung nach einem positiven Test auf das Coronavirus entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Darauf weist die KBV hin. Im Fall der angeordneten Schließung hat der Praxisinhaber einen Entschädigungsanspruch gegenüber dem Staat, der auch für die Lohnfortzahlung der Angestellten gilt. Wie dieser Anspruch geltend gemacht werden kann, regeln die zuständigen Behörden.


In Nordrhein ist das die:
LVR-Zentralverwaltung Köln-Deutz
Kennedy-Ufer 2 | 50679 Köln
Telefon: 0221 – 809-0
E-Mail: post@lvr.de

Praxisinformation zur Entschädigung der KBV

KBV und GKV-Spitzenverband haben eine bis zum 10. Juni „befristete Vereinbarung über die Ausstattung der Vertragsärzte mit zentral beschaffter Schutzausrüstung“ geschlossen, um die Beschaffung, Verteilung und Finanzierung von persönlicher Schutzausrüstung zu regeln.

Die Beschaffung der Schutzmaterialien (Mund-Nasen-Schutz, FFP2- und FFP-3-Masken, Einmalschutzkittel, Schutzbrillen) soll zeitnah und zentral über das Bundesbeschaffungsamt erfolgen. Die Finanzierung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde.

Die ärztlichen Leistungen werden seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde. Die ärztlichen Leistungen werden seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Die ICD-Verschlüsselung für die Coronavirus-Krankheit lautet: U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019). Wichtig bei der Angabe des Schlüssels ist die differenzierte Verwendung des Zusatzkennzeichens für die Diagnosesicherheit.

Den Labortest dürfen nur Fachärzte für Laboratoriumsmedizin oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie durchführen. Für die Abrechnung wurde die GOP 32816 in den EBM aufgenommen. 

Die ICD-Verschlüsselung für die Coronavirus-Krankheit lautet: U07.1! und U07.2! . Wichtig bei der Angabe des Schlüssels ist die differenzierte Verwendung des Zusatzkennzeichens für die Diagnosesicherheit.

Der Diagnoseschlüssel U07.2 ! ist neu und gilt ab dem zweiten Quartal. Änderungen oder ein „Umkodieren“ in der Abrechnung für das erste Quartal 2020 sind nicht erforderlich.

PraxisInfo: Coronavirus – Empfehlungen zum Kodieren (PDF, 372 KB)

Praxisinfo: Themen unter anderem Schutzausrüstung, Impfstoffe und Kodierungsvorgaben (PDF, 180 KB)


Schutzausrüstung

Handlungsempfehlung für Hausarztpraxen

Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege

Hinweise des RKI zur Verwendung von Masken

Praxisinfo: Themen wie Ausgabe von Schutzausrüstung, Schutzschirm für Praxen und VV (PDF, 200 KB)

Praxisinfo: Informationen zur Beschaffung von Schutzausrüstung (PDF, 160 KB)

Praxisinfo: Schutzausrüstung – KVNO startet Ausgabe über regionale Ausgabestellen(PDF, 170 KB)

KBV und GKV-Spitzenverband haben eine bis zum 10. Juni „befristete Vereinbarung über die Ausstattung der Vertragsärzte mit zentral beschaffter Schutzausrüstung“ geschlossen, um die Beschaffung, Verteilung und Finanzierung von persönlicher Schutzausrüstung zu regeln.

Die Beschaffung der Schutzmaterialien (Mund-Nasen-Schutz, FFP2- und FFP-3-Masken, Einmalschutzkittel, Schutzbrillen) soll zeitnah und zentral über das Bundesbeschaffungsamt erfolgen. Die Finanzierung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Am Dienstag, 24. März, hat die KV Nordrhein damit begonnen, die dringend benötigte und vom Bundesgesundheitsministerium gelieferte Schutzausrüstung an Praxen in Nordrhein zu verteilen. Die Schutzmaterialien, darunter FFP2 und 3-Masken, Atemschutzmasken, Hauben, Handschuhe und Schutzkittel, kommen in unterschiedlich großen Teillieferungen und Mengen an und werden von der KV Nordrhein in einem Zeitraum von höchstens zwei Tagen verteilt. Mit dem derzeit vorhandenen Material kann die KV Nordrhein nach und nach gebietsweise und nach Dringlichkeit Ärztinnen und Ärzte ausstatten – dazu gehören in dieser und der kommenden Woche zunächst Hausärzte, Kinderärzte, HNO-Ärzte, Pneumologen und Radiologen.

Die Reihenfolge, in der die Regionen beliefert werden, bestimmt der Bedarf beziehungsweise die Betroffenheit der Regionen hinsichtlich der örtlichen Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten und daran Erkrankten. Weitere als die oben genannten Arztgruppen werden im nächsten Verteilungszyklus versorgt.

Die Abgabe erfolgt über regionale Ausgabestellen, deren genauer Standort den Ärztinnen und Ärzten in der jeweiligen Region zusammen mit der Ausgabezeit via Fax oder E-Mail mitgeteilt wird. Die Benachrichtigung enthält einen QR-Code, mit dem die empfangsberechtigten Ärztinnen und Ärzte oder ihr Personal sich vor Ort legitimieren müssen. Es ist kein längerer Aufenthalt vor Ort nötig, es kommt auch nicht zu Gruppenbildung.

Bitte behalten Sie Ihr Fax-Gerät oder Ihr E-Mail-Postfach in den kommenden Tagen im Blick und sehen Sie von Nachfragen zur Verteilung des Schutzmaterials ab! Alle Mitglieder, an die die KV Nordrhein Material ausgeben kann, werden benachrichtigt und erhalten alle dazu nötigen Informationen.

Für diese und viele weitere Informationen ist es extrem wichtig, dass wir korrekte Kontaktdaten von Ihnen haben. Ob das der Fall ist, können sie den Angaben in unserem Mitgliederverzeichnis auf kvno.de entnehmen.

Bei falschen Angaben teilen Sie bitte den Arztregistern per Fax oder
E-Mail die richtige Adresse mit. Das Meldeformular finden Sie hier.

Praxisinfo: Themen wie Ausgabe von Schutzausrüstung, Schutzschirm für Praxen und VV (PDF, 200 KB)

Praxisinfo – Corona-Schutzausrüstung: Ausgabe über regionale Ausgabestellen (PDF, 200 KB)

Praxisinfo: Krankschreibung nach telefonischer Rücksprache und Informationen zur Beschaffung von Schutzausrüstung (PDF, 160 KB)

Mehr Infos

Das lässt sich leider nicht genau terminieren. Die KV Nordrhein arbeitet mit Hochdruck daran, alle möglichen Bezugsquellen für Schutzausrüstung abzufragen und für die Praxen in Nordrhein zu beschaffen. Für die Ausstattung der nordrheinischen Notdienstpraxen ist es uns gelungen, ausreichende Kapazitäten zu bestellen. Die Schutzmaterialien sind bereits an die Notdienstpraxen verteilt worden. Außerdem werden in Kürze Kontingente aus Landesbeständen in den besonders betroffenen Kreis Heinsberg ausgeliefert. Wenn Sie Praxisinhaber im Kreis Heinsberg sind und Bedarf an Schutzausrüstung haben, dann setzen Sie sich bitte mit Ihrer Kreisstelle in Verbindung.

Um haus- und fachärztliche Praxen in weiteren Regionen für die Regelversorgung ausstatten zu können, steht die KV außerdem in engem Austausch mit dem Landesgesundheitsministerium, das möglicherweise eingelagerte Materialien des Katastrophenschutzes zur Verfügung stellen kann. Sobald Schutzmaterialen verfügbar sind, werden wir informieren.

Praxisinfo – Corona-Schutzausrüstung: Ausgabe über regionale Ausgabestellen (PDF, 200 KB)

Praxisinfo: Krankschreibung nach telefonischer Rücksprache und Informationen zur Beschaffung von Schutzausrüstung (PDF, 160 KB)

Schutzmasken und Desinfektionsmittel sind allgemeine Praxiskosten. Eine Bestellung bei der KVNO ist nicht möglich. Lediglich die Notdienstpraxen werden von der KVNO / GMG ausgestattet.

Praxisinfo – Corona-Schutzausrüstung: Ausgabe über regionale Ausgabestellen (PDF, 200 KB)

Praxisinfo: Krankschreibung nach telefonischer Rücksprache und Informationen zur Beschaffung von Schutzausrüstung (PDF, 160 KB)


Verordnung

Praxisinfo: Rezepte ohne Einlesen der eGK (PDF, 170 KB)

KVNO Praxisinfo: COVID-19 – Leichte Infektionsfälle ambulant versorgen (PDF, 170 KB)

Bei medizinischer Notwendigkeit können im Rahmen eines anderen Arzt-Patienten-Kontaktes Folge-Arzneimittelverordnungen (Wiederholungsrezepte), Überweisungsscheine und/oder anderen ärztlichen Verordnungen ausgestellt und diese per Post an den Versicherten versendet und abgerechnet werden.

Konkret umfasst dies folgende Vordrucke:

  • Folge-Arzneimittelverordnungen (auch BtM-Rezepte)
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) und
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18)

Für den Versand kann in diesen Fällen die Gebührenordnungsposition 40122 angesetzt werden.

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht derzeit keine Hinweise auf kurzfristige Lieferengpässe aufgrund des Coronavirus. Arzneimittel sollten daher nicht auf Vorrat verordnet werden, sondern die Verordnungen sollten weiterhin dem Quartalsbedarf angepasst werden. Das BfArM steht hinsichtlich der Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus in einem kontinuierlichen Austausch mit Ministerien, dem Robert Koch- und Paul-Ehrlich-Institut, den Gesundheitsbehörden der Bundesländer, der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und pharmazeutischen Unternehmen.

Laut Beschluss der Landesregierung vom 22. März 2020 bleiben therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten gestattet, sofern die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ein ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Weitergehende Infos auf recht.nrw

Praxisinfo: Rezepte ohne Einlesen der eGK (PDF, 170 KB)

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich. Der Fall wird in der Abrechnung erfasst und zählt auch in der Prüfung nach Durchschnittswerten.

Dies gilt für folgende Verordnungen:
  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte)
  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10)
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12)
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie).
Hinweise zur Verordnung von Arzneimitteln

Ärzte sollten im Hinblick auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bei der Verordnung von Arzneimitteln folgende Punkte besonders berücksichtigen:

  • Keine Mehrfachverordnungen: Insbesondere bei chronisch kranken Patienten wie im bisher gewohnten Umfang verordnen (z.B. mit einer N3-Packung).
  • Keine zusätzlichen Privatrezepte: Soweit aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich, sollte hierauf verzichtet werden. Die Arzneimittel stehen dann den Patienten zur Verfügung, die diese dringend benötigen.
  • Aut-idem ermöglichen: Stellen Sie wenn möglich eine Wirkstoffverordnung aus und wenden Sie das Austauschverbot (Aut-idem-Kreuz) nur in medizinisch begründeten Einzelfällen an.

Ziel ist es, Versorgungsengpässen bei Arzneimitteln vorzubeugen und im Fall von temporären Engpässen die Verfügbarkeit von davon betroffenen Arzneimitteln zu verlängern.

Ab sofort erhalten Ärzte für Arzneimittelrezepte und andere Verordnungen sowie Überweisungen die Portokosten erstattet, falls der Patient beim ihnen in Behandlung ist. Der Versand per Post ist somit nur bei bekannten Patienten möglich. Als bekannter Patient gilt derjenige, der im laufenden Quartal oder im Vorquartal in der Arztpraxis persönlich vorstellig war. Die Regelung ist befristet bis zum 30. Juni 2020.

Aufgrund des steigenden Bedarfs für nicht persönliche Arzt-Patienten-Kontakte im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hat der Bewertungsausschuss festgelegt, dass den Ärzten die Portokosten für den Versand mit 90 Cent erstattet werden. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnungsposition 40122.

Ja, wir empfehlen, sich hierzu mit Ihrer Apotheke vor Ort abzusprechen.

Die WHO hat beispielsweise eine Rezeptur mit viruzider Wirkung veröffentlicht, die in der Apotheke hergestellt werden kann.

Isopropyl alcohol 99.8%: 751 ml

Wasserstoffperoxid 3%: 42 ml

Glycerol 98%: 14,5 ml

Aqua dest ad 1 Liter

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. In China soll Medienberichten zufolge ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020 in einer klinischen Studie erprobt werden. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.


Labor

Die Abstrich-Untersuchungen erfolgen mit dem etablierten PCR-Verfahren (engl. Polymerase chain reaction).  Die in Deutschland entwickelte Methode zum Virusnachweis gilt als der Goldstandard und ist weithin auch international etabliert. Der Test wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. 

Es gibt derzeit keinen „Schnelltest“, mit dem das Coronavirus zuverlässig nachgewiesen werden kann. Aktuell vermarktete „Schnelltests“ suchen nicht nach Erregern, sondern nach Antikörpern. Antikörper sind bei Virusinfektionen meist frühestens eine Woche nach Erkrankungsbeginn nachweisbar, in der Regel sogar erst nach 14 Tagen. Nach Einschätzung von Experten ist zudem völlig ungeklärt, ob ein positiver Antikörpertest nicht durch eine frühere Infektion mit einem anderen Coronavirus verursacht sein könnte. Daher ersetzt der „Schnelltest“ nicht den Erregernachweis durch einen PCR-Test aus einem Abstrich: Nur der Nachweis von SARS-CoV-2 selbst lässt zuverlässig den Rückschluss zu, dass eine Person zum Zeitpunkt der Untersuchung auch infiziert ist. 

Ärzte veranlassen den Labortest auf SARS-CoV-2 wie gewohnt mit einer Laborüberweisung (Muster 10) bei ihrem Labor. Dieses leitet die Probe weiter an ein Labor für virologische Spezialdiagnostik.

Der Test ist in diesem Fall keine Kassenleistung, er muss privat bezahlt werden. Denn es liegt kein Erkrankungsverdacht vor, sondern die Person möchte lediglich eine Reise antreten, für die sie den Nachweis benötigt, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. 


AU-Bescheinigung

Ja. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. In solchen Fällen ist die telefonische AU für bis zu 14 Tage auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht.

Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. Gleichzeitig soll das Risiko für eine Ausbreitung des Virus reduziert werden.

AU-Bescheinigung: Praxisinformation und FAQ für Ärzte

Ab sofort können Ärztinnen und Ärzte Patientinnen und Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) für die Dauer von maximal vierzehn Tage ausstellen. Patienten müssen dafür nicht in die Arztpraxis kommen. Diese Sonderregelung gilt zunächst bis 23. Juni. Über eine möglicherweise notwendige Verlängerung wird je nach Lage entschieden.

Die AU-Regelung gilt für:

  • Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen
  • Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen, und bei denen außerdem ein Verdacht besteht, dass sie mit dem Virus infiziert sein könnten.

In solchen Krankheitsfällen dürfen Ärzte nach telefonischer Anamnese eine AU-Bescheinigung für bis zu 14 Tage ausstellen und dem Patienten per Post zusenden. Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion sind von dieser Regelung ausgenommen. Sie sollen möglichst auf das Virus getestet werden mit dem Ziel, die Infektionsketten zu unterbrechen.

Hinweise zur Abrechnung:

  • Versicherten- bzw. Grundpauschale plus GOP 40122 für das Porto (0,90 Euro): Der Patient war in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis oder hatte einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde
  • GOP 01435 (88 Punkte / 9,67 Euro) plus GOP 40122 für das Porto (0,90 Euro): Der Patient war in dem Quartal weder in der Praxis noch in einer Videosprechstunde.

Alle Regelungen gelten auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21).

Nur wenn der Patient krankheitsbedingt arbeitsunfähig ist. Erwerbstätige, die wegen einer angeordneten Quarantäne einen Verdienstausfall erleiden, haben in der Regel einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Das zuständige Gesundheitsamt informiert die Betroffenen über die bestehenden Möglichkeiten.

Das Ausstellen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung, Muster 1) ist Bestandteil der Versicherten- bzw. Grundpauschale. Dies gilt auch, wenn sie telefonisch ausgestellt wird. Voraussetzung für die Abrechnung der Pauschale ist jedoch, dass der Patient mindestens einmal in dem Quartal in der Praxis war oder einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde hatte. Ist das nicht der Fall, rechnet die Praxis für das Ausstellen der AU-Bescheinigung per Telefon die Gebührenordnungsposition (GOP) 01435 ab. 

Für das Porto kann die GOP 40122, bewertet mit 90 Cent, abgerechnet werden. 

Ja. Alle Regelungen, die für eine telefonisch ausgestellte AU-Bescheinigung gelten, gelten auch für die „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21). Voraussetzung für die telefonische Ausstellung ist auch hier, dass es sich nur um leichte Atemwegserkrankungen handelt und beim Kind kein Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus besteht.

Bei Patienten, die bereits in der Praxis in Behandlung sind, können die Daten aus dem System gezogen werden. Bei Neupatienten müssen telefonisch die folgenden Daten abgefragt werden: Bezeichnung der Krankenkasse, Name, Vorname und Geburtsdatum des Patienten, Versichertenart, Postleitzahl und Wohnort.

Grundsätzlich ja. Allerdings muss sich der Arzt auch in diesem Fall davon überzeugen, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt – auch wenn der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion besteht. Nur dann ist eine telefonische AU-Bescheinigung möglich. 

Der Arzt entscheidet, ob er eine AU-Bescheinigung am Telefon ausstellt. Zudem kann das Gespräch am Telefon ergeben, dass es aus medizinischer Sicht notwendig ist, dass der Patient in die Praxis kommt, zum Beispiel zur weiteren diagnostischen Abklärung der Beschwerden.

Nein, denn der Versicherte muss bei seinem Arbeitgeber den Papierausdruck einreichen. 

Nein, ein Patient, der mittelbaren Kontakt – also Kontakt über eine weitere Person – zu einem Verdachtsfall hatte und selbst keine Symptome aufweist, erfüllt die Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit nicht. Wenn der Arbeitgeber in diesen Fällen kein Homeoffice ermöglicht, den Patienten aber dennoch nach Hause schickt, befindet sich der Arbeitgeber im sogenannten Annahmeverzug und muss weiterhin das Gehalt zahlen. 

Dies gilt im Übrigen auch für Patienten, die unmittelbaren Kontakt zu einem Verdachtsfall hatten und selbst keine Krankheitssymptome aufweisen.