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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat heute in Düsseldorf mit Vertretern der nordrhein-west­fälischen Ärzte- und Zahnärzteschaft die Bevölkerung dazu aufgerufen, nicht weiter auf Besuche in Arzt-und Zahnarztpraxen zu verzichten oder diese unnötig zu verschieben. „Viele Menschen haben in den vergangenen Wochen zum Beispiel Routine- oder Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrgenommen. Ange­sichts einer hohen Dynamik bei der Pandemie war dies für einen begrenzten Zeitraum auch richtig. In der jetzigen Situation müssen wir allerdings auch hier wieder mit der gebotenen Sorgfalt ein Stück weit zurück in die Normalität“, sagte Laumann.

Wer aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnehme oder sogar deutliche Krankheitssymptome ignoriere, riskiere womöglich schwere gesundheitliche Schäden, so der Minister. Sein Appell an die Menschen in Nordrhein-Westfalen lautet: „Gehen Sie wieder in die Arzt- und Zahnpraxen, um notwendige Untersuchungen und Behandlungen durchführen zu lassen.“

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, be­tonte auf der Pressekonferenz, die Praxen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten seien gut auf die Wiederaufnahme der Regelversorgung – vor allem der vielen chronisch kranken Patienten – vor­bereitet. „Die Praxen tun alles, um die Sicherheit der Patienten und des Personals zu gewährleisten“, sagte Bergmann. Die KV Nordrhein werde sie dabei weiterhin durch die Verteilung von Schutzmaterial und viel­fältige Informationen zum sicheren Betrieb unterstützen. Dass das Gesundheitssystem die Krise bislang so gut bewältig habe, sei auch ein Verdienst der ärztlichen Selbstverwaltung und der guten Zusammenar­beit von Vertragsärzten, Krankenhäusern und dem öffentlichen Gesundheitsdienst.

Der KVNO-Chef warnte aber auch davor, angesichts der aktuellen Lockerungen die nach wie vor gegen­wärtigen Risiken der Corona-Pandemie zu unterschätzen. Er sagte: „Es ist klar, dass es eine konkrete Perspektive für die Öffnung der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens geben muss. Die Lockerungen können aber vielleicht auch zu der Annahme verleiten, dass die Pandemie überstanden ist – dem ist mit­nichten so!“ Es sei daher notwendig, die eingeübten Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere Abstandsrege­lungen und Händehygiene, weiter einzuhalten.

Die vollständige Pressemitteilung zum Treffen der Ärztevertreter mit dem Gesundheitsminister finden Sie hier:

Pressemitteilung auf kvno.de

Praxisinfo: Themen unter anderem Praxisbesuche, Kurzarbeitergeld und Tests (PDF, 400 KB)