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Die Vorbereitungen zum Start der Corona-Impfungen in zunächst 28 zentralen Impfzentren laufen auf Hochtouren. Die KVen sind organisatorisch mittendrin und stehen mit den Niedergelassenen bereit für den medizinischen Teil der Impfkampagne – das zeigen auch die Ergebnisse einer großen Umfrage unter den KVNO-Mitgliedern vom 18. November bis 2. Dezember. Die Bereitschaft der Vertragsärztinnen und -ärzte zur Beteiligung an den Impfungen, auch in den geplanten Impfzentren und mobilen Impfteams, ist groß: 3.662 Praxen haben Angaben übermittelt, viele sind bereit und in der Lage, sich ärztlich und mit Fachpersonal zu beteiligen. „Wir sehen großes Engagement, am Impfen mitzuwirken. Die Rückmeldung zeigt, dass wir uns auch in dieser entscheidenden Phase der Pandemie auf die Praxen in Nordrhein verlassen können“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

2.110 Praxen haben in Aussicht gestellt, ärztliches Personal für Impfzentren oder mobile Impfteams bereitzustellen – das sind fast 80 Prozent der Praxen. Insgesamt haben knapp 3.350 Ärzte die Bereitschaft zur Mitarbeit im Rahmen der Impfaktivitäten angekündigt. Fast 60 Prozent der Ärzte können sich sowohl eine Tätigkeit im Impfzentrum als auch in einem mobilen Team vorstellen. 1.239 Praxen sind auch bereit, medizinisches Fachpersonal für die geplanten Impfzentren zur Verfügung zu stellen. Das Land NRW hat wichtige Aufgaben sowohl bei der Organisation der Impfzentren vor Ort als auch zur Durchführung der Impfungen an die KVen übertragen. „Wir werden unseren Beitrag leisten“, sagte KVNO-Chef Bergmann bereits bei der Vertreterversammlung Ende November.

Dr. med. Andreas Gassen, KBV-Vorstandsvorsitzender, forderte Wertschätzung für die Niedergelassenen – und weitere finanzielle Hilfen: „Aufwände und Einbußen für die Praxen gelten offenbar als bereits eingepreist. Während die Krankenhäuser mittlerweile eine Meisterschaft darin entwickelt haben, immer neue milliardenschwere Geldspritzen durch den Staat zu fordern, müssen wir seit Wochen darum kämpfen, dass der Schutzschirm für die Praxen in der Pandemie erhalten bleibt.“

KVNO Praxisinfo | Themen: Telefon-AU verlängert, telefonische Beratung in der ASV, neuer Corona-Report, Corona-Impfungen, kein Regressrisiko bei Grippe-Impfstoff „Fluzone“ (PDF, 218 KB)