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Das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson ruft eine Charge der Covid-19-Vaccine Janssen zurück. Betroffen sind Impfstoffdosen der Serie XD955, die auch in Deutschland in Verkehr gebracht worden ist. Wie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) informiert haben, erfolgt der Rückruf, da bei der Produktion vorgegebene Standards nicht eingehalten wurden. Hinweise auf qualitative Defekte sowie den Verdacht gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei geimpften Personen bestehen laut PEI nicht. Dem Rückruf vorangegangen ist eine Mitteilung der belgischen Arzneimittelbehörde, die am 12. April 2022 bekannt gegeben hatte, dass eine Produktionsstätte in den USA für den Wirkstoff des COVID-19-Impfstoffs von Johnson & Johnson nicht den Anforderungen der Standards der „Guten Herstellungspraxis“ entspricht. Das für die Europäische Union zuständige Referenzlabor mit Sitz in Frankreich hat daraufhin vorsorglich das europäische Freigabezertifikat widerrufen; auch das PEI hat seine nationale Chargenfreigabe zurückgezogen. Damit können auch etwaige Restbestände der Serie XD955 nicht mehr weiterverwendet werden. Andere Chargen sind nicht betroffen.

Nur wenige Praxen betroffen

Zwar wird der Impfstoff von Johnson & Johnson in Nordrhein aktuell vergleichsweise selten verimpft, Arztpraxen, die Dosen der betroffenen Charge vorhalten, sind dennoch aufgefordert, diese nach Mitteilung an den Hersteller zu vernichten. Die Meldung erfolgt an Covid19VaccineJanssen@its.jnj.com. Praxen nutzen den Rückmeldebogen. Auch das BMG bittet um entsprechende Information, wobei die Rückmeldung an den Hersteller „Cc“ auch an die E-Mail-Adresse 113@bmg.bund.de oder COVID-19-vaccines@bmg.bund.de erfolgen soll.

KVNO Praxisinfo | Themen: Johnson & Johnson ruft Impfstoffdosen zurück, Zusätzlicher Service für ukrainische Geflüchtete, Online-Befragung zu eAU und eRezept

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