Für die Woche vom 24. bis 30. Januar (KW 4) stellt der Bund rund 3,3 Millionen Impfstoffdosen der Hersteller Biontech/Pfizer zur Verfügung – nach 2,7 Millionen für die kommende Woche also etwas mehr. Anfang Februar soll die Liefermenge noch einmal leicht ansteigen.
Arztpraxen müssen sich jedoch trotz der etwas erhöhten Impfstoffmenge darauf einstellen, dass sie auch in den nächsten Wochen nicht so viele Dosen des Impfstoffs Comirnaty erhalten, wie sie bestellen. Deshalb sollte dieser Impfstoff vorrangig für Personen unter 30 Jahren sowie für Schwangere verwendet werden.
Ausreichend verfügbar ist nach Angaben des Bundes der Impfstoff von Moderna. Auch beim Kinderimpfstoff von Biontech/Pfizer gibt es keine Engpässe.
Impfstoffbestellung für die letzte Januarwoche
Bitte bestellen Sie Ihren benötigten Impfstoff für die Woche vom 24. bis 30. Januar bis kommenden Dienstag, 18.01., 12 Uhr – wie gewohnt per Rezept und über Ihre Apotheke. Für Comirnaty gibt es erneut eine Höchstbestellmenge von 30 Dosen (5 Vials) je Ärztin/Arzt. Kürzungen der bestellten Menge sind weiterhin zu erwarten. Spikevax (Moderna) und Janssen (Johnson & Johnson) können weiterhin unbegrenzt bestellt werden. Auch für den Kinderimpfstoff von Biontech/Pfizer (Altersgruppe 5 bis 11 Jahre) gibt es keine Höchstbestellmengen. Dennoch sollten Sie auf dem Rezept angeben, wie viele Dosen Sie für Zweitimpfungen benötigen, um diese in jedem Fall sicherzustellen.
Moderna: Bereits ausgelieferte Impfstoffdosen zwei Monate länger haltbar
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung weist darauf hin, dass der Impfstoff von Moderna (Spikevax) in nicht aufgetautem Zustand statt bisher sieben Monate mittlerweile neun Monate haltbar ist. Wenn Praxen Chargen des Moderna-Impfstoffes vorrätig haben, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen oder im Dezember abgelaufen sind, sollten sie diese in keinem Fall vernichten. Einem entsprechenden Antrag von Moderna hat das Paul-Ehrlich-Institut zugestimmt.
Mit Änderung der Zulassung vom 8. Dezember 2021 wurde eine Verlängerung der Haltbarkeit von Spikevax bei Lagerung in gefrorenem Zustand (-15 bis – 25°C) genehmigt. Vor diesem Zeitpunkt produzierte Chargen, die in Deutschland bereits ausgeliefert wurden beziehungsweise noch werden, sind allerdings noch mit einer Haltbarkeitsdauer von sieben Monaten gekennzeichnet, obwohl sie nun neun Monate haltbar sind.
Dies bedeutet für Praxen, dass ausgelieferte Impfstoffe mit einem aufgedruckten Haltbarkeitsdatum beispielsweise bis 10. Januar weiter verwendbar sind. Diese können damit innerhalb des Zeitraums von 30 Tagen, der für die Haltbarkeit des Impfstoffes im Kühlschrank (2 bis 8°C) gilt, verwendet werden.
Die Verlängerung des Verfalldatums betrifft die Vials mit den in der nachstehenden Tabelle genannten aufgedruckten Verfallsdaten:
Aufgedrucktes Verfalldatum | Aktualisiertes Verfalldatum |
Dezember 2021 | Februar 2022 |
Januar 2022 | März 2022 |
Februar 2022 | April 2022 |
März 2022 | Mai 2022 |
April 2022 | Juni 2022 |
Mai 2022 | Juli 2022 |
Juni 2022 | August 2022 |
Juli 2022 | September 2022 |
August 2022 | Oktober 2022 |
Generell appelliert das Bundesgesundheitsministerium mit Blick auf die begrenzte Haltbarkeit der Corona-Impfstoffe, nur so viel Impfstoff zu ordern, wie in der jeweils darauffolgenden Woche verimpft werden kann. Ein Verwurf sollte möglichst vermieden werden. Ausführliche Informationen rund um die Bestellung und Verwendung der Corona-Impfstoffe und von Impfstoffzubehör hat die KBV hier zusammengefasst:
KBV: Corona-Schutzimpfung – Impfstoffe und Zubehör