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Für die erste Februarwoche hat der Bund eine größere Impfstoffmenge der Hersteller Biontech/Pfizer angekündigt – rund 4,5 Millionen Dosen. Dennoch gibt es weiterhin eine Mengenbegrenzung für die Bestellung von Comirnaty. Sie liegt für die Woche vom 31. Januar bis 6. Februar (KW 5) aber doppelt so hoch wie bisher – also bei 60 Dosen (10 Vials) pro Ärztin/Arzt. Für die Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson gibt es keine vorgegebenen Höchstbestellmengen. Auch der Biontech/Pfizer-Impfstoff für die Fünf- bis Elfjährigen kann unbegrenzt bestellt werden.

Bitte bestellen Sie ihren benötigten Impfstoff für die Woche vom 31. Januar bis 6. Februar spätestens bis kommenden Dienstag, 25.01., 12.00 Uhr bei Ihrer Apotheke. Ärzte, die den Kinderimpfstoff von Biontech/Pfizer bestellen, sollten weiterhin auf dem Rezept angeben, wie viele Dosen sie für Zweitimpfungen benötigen, um diese in jedem Fall sicherzustellen.

Neue Formulierung von Comirnaty wird schrittweise eingeführt

Die Handhabung des COVID-19-Impfstoffs Comirnaty von Biontech/Pfizer für die Personengruppe ab zwölf Jahre wird einfacher. Durch eine neue Formulierung muss das Vakzin künftig nicht mehr verdünnt werden und ist im Kühlschrank zehn Wochen haltbar. Die Umstellung auf die Fertiglösung erfolgt schrittweise, beginnend ab nächster Woche. Von den bereitgestellten rund 4,5 Millionen Biontech/Pfizer-Dosen sollen dann rund 1,8 Millionen Dosen bereits mit der neuen Formulierung ausgeliefert werden. Die Umstellung auf die Fertiglösung erfolgt schrittweise und soll nächste Woche beginnen. Die vollständige Umstellung soll voraussichtlich im Mai/Juni abgeschlossen sein. Dann soll ausschließlich die Fertiglösung von Comirnaty zur Verfügung stehen, teilte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung mit.

Neue Comirnaty-Fertiglösung mit grauer Kappe

Die Durchstechflasche der neuen Comirnaty-Fertiglösung hat eine graue Kunststoffkappe sowie ein graues Etikett und ist dadurch leicht vom Impfstoff-Konzentrat von Comirnaty, das verdünnt werden muss (violette Kunststoffkappe, violettes Etikett), zu unterscheiden.

Das aufgetaute Vial der neuen Formulierung enthält sechs Impfdosen zu jeweils 0,3 ml (30 μg Impfstoff), die direkt verabreicht werden können. Die Kombination aus Spritze und Nadel sollte ein Totvolumen von nicht mehr als 35 Mikrolitern haben. Ansonsten reicht das Volumen möglicherweise nicht aus, um die sechste Dosis aus einer einzelnen Durchstechflasche zu entnehmen.

Länger haltbar: bis zu zehn Wochen

Durch die neue Formulierung wird eine längere Lagerung des Impfstoffs möglich: Die gebrauchsfertigen Fläschchen können bis zu zehn Wochen bei 2 °C bis 8 °C im Kühlschrank gelagert werden, während der Impfstoff aktuell im aufgetauten Zustand nur einen Monat im Kühlschrank aufbewahrt werden kann.

Nach Anbruch können die neuen Fläschchen mit Comirnaty-Fertiglösung für bis zu zwölf Stunden bei 2 °C bis 30 °C verwendet werden (derzeit sechs Stunden bei 2 °C bis 30 °C).

Hinweise zur Bestellung und Lieferung

Vertragsärztinnen und -ärzte können bei ihrer wöchentlichen Impfstoffbestellung nicht gezielt zwischen der Belieferung mit der Fertiglösung oder dem bisherigen Impfstoff wählen, sondern geben auf dem Rezept wie bislang auch die Anzahl der Impfstoff-Dosen an. Zum Beispiel: „30 Dosen Comirnaty plus Impfzubehör“. Es kann sein, dass eine Praxis in der ersten Februarwoche Comirnaty als Fertiglösung erhält und in der darauffolgenden Woche wieder den Impfstoff, der verdünnt werden muss.

Keine Änderung beim Kinderimpfstoff von Comirnaty

Beim Kinderimpfstoff von Comirnaty für 5- bis 11-Jährige (orange Kappe, oranges Etikett) ändert sich nichts. Dieser muss weiterhin verdünnt werden.

Übersichtliche Informationsmaterialien für Praxen zur Handhabung der drei Darreichungsformen des Impfstoffs Comirnaty stellt Biontech/Pfizer auf der Internetseite https://praxis.comirnaty.de bereit.

KVNO Praxisinfo | Themen: Impfstoffbestellung und neue Formel für Comirnaty, Gültigkeitsdauer Molnupiravir-Rezepte, Xevudy kommt, Genesenen- und Geimpft-Status, Rolle der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte


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