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Arztpraxen erhalten in der letzten Maiwoche rund 2,7 Millionen Impfstoffdosen. Erstmals stellt der Bund dann auch den COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson bereit. Da die Mengen von Comirnaty weiterhin begrenzt sind, sollen Praxen das mRNA-Vakzin von Biontech/Pfizer hauptsächlich für Zweitimpfungen ordern, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilt. 

Insgesamt hat der Bund für die Woche vom 25. bis 30. Mai (KW 21) rund 1,6 Millionen Impfstoffdosen von Biontech/Pfizer, etwas mehr als 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und voraussichtlich etwa 600.000 Dosen von Astrazeneca.

Bestellmenge Comirnaty für die Woche vom 25. bis 30. Mai 

Bestellen Sie bitte den Impfstoff für die Woche vom 25. bis 30. Mai bis zum morgigen Dienstag, 12 Uhr, bei Ihrer Apotheke. Geben Sie für die Zweitimpfungen mit Comirnaty auf einem separaten Rezept (Muster 16) möglichst nur die Anzahl der Dosen an, die sie in der Woche vom 12. bis 18. April verimpft haben (6 Wochen Abstand) – inklusive Impfzubehör. Es gibt dafür keine Obergrenze. 

Für Erstimpfungen können maximal zwei Vials von Biontech/Pfizer pro Arzt bestellt werden. Der Grund ist die vorrangige Belieferung der Praxen mit Impfstoff für Folgeimpfungen, damit alle Patienten nach sechs Wochen zum zweiten Mal mit Comirnaty geimpft werden können. „Abhängig von der Bestellmenge für diese prioritären Zweitimpfungen kann es passieren, dass nicht jeder Arzt mit Comirnaty für Erstimpfungen beliefert werden kann“, so die KBV.

Bestellung von Vaxzevria und Johnson & Johnson – Informationen zur „Obergrenze“

Für die Bestellung des Impfstoffes von Johnson & Johnson und von Astrazeneca gibt es keine Obergrenze. Das bedeutet: Es gibt keine vorgegebene maximale Bestellmenge pro Arzt wie es für die Erstimpfungen mit Comirnaty der Fall ist. „Keine Obergrenze“ heißt aber nicht, dass die Praxen einen Anspruch darauf haben, die auf dem Rezept eingetragene Bestellmenge auch tatsächlich in voller Höhe zu erhalten. Die KBV erklärt dazu: „Sollten die Bestellungen für die letzte Maiwoche (21. KW) ähnlich hoch sein wie für diese Woche (20. KW), so werden die meisten Ärzte weniger Impfstoff erhalten als gewünscht, nämlich nur ein bis zwei Vials von Astrazeneca je Arzt.“ Die tatsächliche Liefermenge pro Arzt hängt immer von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab. Dies gilt auch dann, wenn die Bestellmenge nicht begrenzt ist.

Unsere Bitte: Warten Sie bitte die Rückmeldung Ihrer Apotheke über die tatsächliche Liefermenge an Ihre Praxis ab, bevor Sie Impftermine an Ihre Patienten vergeben. Die Apotheken sind verpflichtet, Ihnen die lieferbaren Impfstoffdosen bis Donnerstag zu melden.

Für den Impfstoff von Johnson & Johnson, für den Bund und Länder wie bei Astrazeneca die Priorisierung aufgehoben haben, gibt es noch keine Erfahrungswerte. Jedoch erscheinen der KBV zwei bis drei Vials mit jeweils fünf Impfstoffdosen pro Arzt als realistische Bestellmenge.

Auslieferung wegen Pfingsten erst am Dienstag – Bestellfrist bleibt

Aufgrund der Pfingstfeiertage wird die Auslieferung der Impfstoffe an die Praxen nicht am Montagnachmittag, sondern am Dienstagnachmittag (25. Mai) erfolgen. Bitte beachten Sie, dass die Frist für die Impfstoffbestellung für die Folgewoche (31. Mai bis 6. Juni) unverändert bleibt. Bestellen Sie also für die KW 22 bitte wie üblich bis spätestens Dienstag kommender Woche, 12 Uhr.

Mindestens fünf Millionen Dosen ab Juni angekündigt

In der ersten Juniwoche sollen rund 3,3 Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffes an die Arztpraxen geliefert werden. Insgesamt will der Bund ab dann wöchentlich über fünf Millionen Impfstoffdosen bereitstellen, die durch die Haus- und Fachärzte sowie voraussichtlich ab 7. Juni auch durch die Betriebs- und Privatärzte verimpft werden können.

KVNO Praxisinfo | Themen: Impfstoffbestellung KW 21, Impfung Prio 3 (PDF, 250 KB)