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Angesichts der besonderen Versorgungssituation kann in der Unfallversicherung von Vorgaben des Vertrages „Ärzte/Unfallversicherungsträger“ abgewichen werden. Zudem wird erstmalig der Einsatz von Videosprechstunden übergangsweise ermöglicht, insofern ein zertifizierter Videodienstanbieter eingesetzt wird.

Für diese Arzt-Patienten-Kontakte kann die Nummer 1 UV-GOÄ abgerechnet werden, wobei eine entsprechende Kennzeichnung als Videobehandlung erfolgen muss. Auch Psychotherapeuten können entsprechend der Behandlungsziffern (P-Ziffern) Videosprechstunden abrechnen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und der Sozialversicherungsverband für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau als landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft haben erklärt, dass Vertragsärzte etwa von Formfristen bei der Erstattung abweichen können – zum Beispiel bei der ärztlichen Unfallmeldung oder beim Durchgangsarztbericht.

Erklärung der DGUV zum Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger (Stand: 16.03.2020)
https://www.kbv.de/media/sp/Erkl_rung_zum_Vertrag__rzte_Unfallversicherung_03_04_2020.pdf

Diese Übergangsregelungen gelten rückwirkend ab 16. März und zunächst bis zum 30. Juni 2020; für Psychotherapeuten bis 30. September 2020.

Liste zertifizierter Videodienstanbieter:
https://www.kbv.de/media/sp/Liste_zertifizierte_Videodienstanbieter.pdf

Praxisinfo: eilige Laborbefundung, Portoerstattung, Unfallversicherung und Rechtsverordnung zu vollstationären Pflegeeinrichtungen (PDF, 590 KB)