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Zum Infektionsschutz, aber auch um Kontaminationen der Proben zu vermeiden, ist die regelmäßige Händehygiene bei Tests auf SARS-CoV-2 besonders wichtig. Wenn viele Patientinnen und Patienten hintereinander getestet werden, wie es zum Beispiel in Abstrichzentren und ähnlichen Situationen der Reihentestung vorkommt, ist die Händedesinfektion auch mit behandschuhten Händen vertretbar.

Eigentlich sind Handschuhe Einmalprodukte und müssen vor jedem neuen Patientenkontakt gewechselt werden. Bei den Reihenabstrichen ist das aber nicht realisierbar. Das Vorgehen im Setting der Reihentestung ist durch eine KRINKO-Empfehlung von 2016 legitimiert: „Behandschuhte Hände sollen nur in Ausnahmefällen desinfiziert werden, wenn andernfalls der Arbeitsablauf nicht gewährleistet werden kann“ (Bundesgesundheitsblatt 2016: 1189-220).

Deshalb die Empfehlung:

  • Führen Sie eine Händedesinfektion nach jedem Patientenkontakt aus.
  • Handschuhmaterial der Euronorm 455-1 übersteht bis zu 10 Händedesinfektionen à 30 Sekunden ohne größere Schäden.
  • Bei sichtbarer Kontamination oder Perforation Handschuhe sofort wechseln statt desinfizieren.

Quelle: Kampf G. u. a.: Desinfektion behandschuhter Hände. Krankenhaushygiene up2date, 2018: 27-40.

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