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Das Robert Koch- Institut (RKI) hat seine Empfehlungen in Bezug auf die Testungen von Corona-Fällen erneut überarbeitet. Demnach sollte ab sofort jeder Patient mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung getestet werden. Bislang waren Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen vor allem dann zu testen, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder einer Risikogruppe angehörten. Die neuen RKI-Empfehlungen sehen diese Einschränkung nicht mehr vor, sodass auch bei leichten COVID-19-relevanten Symptomen ein Test durchgeführt werden kann.

Die Entscheidung, wer auf SARS-CoV-2 untersucht wird, trifft nach wie vor der behandelnde Arzt auf Basis der RKI-Kriterien. Danach sollte eine Testung bei Vorliegen von akuten Krankheitssymptomen wie Geruchsoder Geschmacksstörungen, Temperaturerhöhung, Husten oder Halsschmerzen erfolgen. Die Kassen übernehmen die Kosten, wenn der Arzt den Test für medizinisch notwendig erachtet.

Nach Einschätzung von Experten bestehen in Deutschland ausreichend Kapazitäten, um alle Menschen mit Atemwegssymptomen zu testen. Dies war auch ein Grund, weshalb das RKI seine Empfehlungen weiter geöffnet hat. Die Testkapazität liegt derzeit bei 830.000 Tests pro Woche.

Bald auch symptomunabhängige Tests?

Das Bundesgesundheitsministerium will zum Schutz besonders gefährdeter Personen auch die Testung ohne Vorliegen von Symptomen auf die COVID-19-Infektion möglich machen. Die Kosten dafür soll die gesetzliche Krankenversicherung übernehmen. Das sieht der Entwurf zum 2. Bevölkerungsschutzgesetz vor, der in dieser Woche im Bundestag beraten wird. „Vor allem dort, wo COVID-19 schnell zum Tod von Menschen führen kann wie in Alten- und Pflegeheimen, sollten Patienten und Mitarbeiter zügig und auch symptomunabhängig getestet werden. Unsere Testkapazitäten geben das her“, kommentiert KVNO-Chef Dr. med. Frank Bergmann den Gesetzentwurf.

Das neue RKI-Flussschema:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_Tab.html

Praxisinfo: Themen unter anderem RKI-Kriterien, Schutzschirm und Qualitätszirkel (PDF, 380 KB)