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Das Robert Koch-Institut und mehrere gesetzliche Krankenkassen haben aus Abrechnungsdaten die wichtigsten Vorerkrankungen für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Unter-80-Jährigen identifiziert. Demnach haben vor allem solche Patientinnen und Patienten ein besonders hohes Risiko, die an Leukämie erkrankt sind: Etwa jede dritte infizierte Person aus dieser Gruppe ist von einem schweren COVID-19-Verlauf betroffen. Überdurchschnittlich gefährdet sind auch Patientinnen und Patienten mit metastasierenden Tumorerkrankungen und Demenzerkrankungen.

Die Ergebnisse und eine Liste der Erkrankungen wurden im Epidemiologischen Bulletin 19/2021 veröffentlicht. Sie können vor allem Hausärztinnen und Hausärzten dabei helfen, besonders gefährdete Patientengruppen noch gezielter zu identifizieren und möglichst früh durch eine Impfung zu schützen.

Datenbasis der Studie sind Abrechnungsdaten von über 30 Millionen gesetzlich Versicherten der AOK Bayern, der AOK PLUS Sachsen und Thüringen (ausgewertet durch das Zentrum für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung der Dresdner Hochschulmedizin), der BARMER, der DAK-Gesundheit sowie der InGef-Forschungsdatenbank, über die ein wesentlicher Teil der Daten von Betriebskrankenkassen einbezogen werden konnte. Es handelt sich um eine der größten Studien zu COVID-19 und Vorerkrankungen aus Deutschland.

Hierarchisierung von Risikofaktoren für schwere COVID-19-Erkrankungsverläufe

KVNO Praxisinfo | Themen: Impfstoffbestellung, Kita-Vertrag, COVID-19-Verlauf