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Seit dem 24. Juli testen im Testzentrum am Flughafen Düsseldorf täglich bis zu 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auftrag der KV Nordrhein Reiserückkehrer bzw. Einreisende aus ausländischen Risikogebieten auf SARS-CoV-2. Seitdem haben bereits 30.000 Reisende von der Test-Möglichkeit Gebrauch gemacht. Von den bisher (Stand 17. August) gut 23.000 vorliegenden Befunden waren 605 positiv, das entspricht einer Quote von 2,6 Prozent. Am Flughafen Weeze, wo die KVNO am 3. August ebenfalls ein Testzentrum errichtet hat, wurden bislang 490 Proben entnommen; von den 130 bisher vorliegenden Befunden waren alle negativ.

Ebenfalls seit dem 3. August und noch bis zum 9. Oktober bietet das Land allen Beschäftigten in Schulen und in der Kindertagesbetreuung die Möglichkeit, sich von Vertragsärztinnen und -ärzten freiwillig alle 14 Tage auf SARS-CoV-2 testen zu lassen. Die Kosten für die Tests übernimmt das Land. Bisher (Stand 16.08.) wurden 2.500 Tests von Erzieherinnen in KiTas gemacht, von den 2.300 vorliegenden Befunden waren 0,7 Prozent positiv. Lehrerinnen und Lehrer wurden bis dato 14.000 Mal getestet, von den 12.900 Befunden waren 0,4 Prozent positiv.

Mehr Unterstützung durch Politik angemahnt

„Wir unterstützen auf verschiedenen Ebenen die von Bund und Land verfolgte Teststrategie zur Eindämmung von SARS-CoV-2“, teilte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, gegenüber der Presse mit. „Unsere Mitglieder, die niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte, schultern neben der wieder aufgenommenen Regelversorgung eine Vielzahl von Testaufgaben in ihren Praxen und in den Diagnosezentren“, so Bergmann. Das führe aber zusehends zu wachsenden Belastungen in den Praxen: „Die Ärztinnen und Ärzte müssen sich mit einer immer weiter ausufernden Bürokratie wie zahlreichen neuen Formularen und rechtlichen Konstellationen beschäftigen.“ Die KVNO tue alles, um ihre Mitglieder bestmöglich zu unterstützen. Dafür brauche sie aber selbst auch Hilfe, etwa bei der Finanzierung der erheblichen Mengen von Schutzmaterial, das für die Tests benötigt werde und teilweise schon wieder Mangelware sei. „Wir benötigen hier Zusagen der Politik, dass die Kosten dafür vollständig übernommen werden“, forderte der KVNO-Chef.

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